Ein Schwein zieht ein



In Pillersdorf ist ein neuer Mitbewohner beim Winzer und der Kärntnerin eingezogen, eine Mitbewohnerin um genau zu sein. Eigentlich hat ja des Winzers Vater der schweindi-tamischen (verrückt nach Meerschweinchen Anm d Red) Kärntnerin das Schweinchen vom Kleintiermarkt mitgebracht. Meerschweinchen "Puppi" hätte ja eigentlich in der Wirtschaftsküche sein neues Heim finden sollen. Aber erst einmal, nur zum eingewöhnen natürlich, darf sie im Haus bleiben. Einmal eingezogen war natürlich keine Rede mehr vom ausziehen. Sie wird nämlich erst so richtig aktiv wenn rund um sie herum was los ist. Und der Winzer und die Kärntnerin brauchen fast den Fernseher nicht mehr, SchweindiTV ist viel spannender.

Warum nur ein Schweinchen, ist das nicht einsam? Meerschweinchen soll man doch in Gruppen halten! Naja die kleine Meersau hat eben ein Geheimnis. Da ist nämlich Mehr-Schweinchen in dem Meerschweinchen drinnen. Die Puppi ist schwanger! Und weil das Schweinchen schon ziemlich dick ist, werden sich wohl schon sehr bald zum Winzer-Zoo noch 1, 2 oder gar mehr kleine Schweinchen gesellen.

Haus und Hof-Dackel Acco hat sich das ganze genau angeschaut und erst einmal für nicht bemerkenswert befunden. Warum die beiden das langweilige Ding aber so viel beachten und streicheln, das hat er dann gar nicht verstanden und erst einmal herzzerreissend gewinselt. Schließlich geht es gar nicht an, dass ihm jetzt, neben der Katzenbande, die ihm das Futter klaut, auch noch jemand die ganze Aufmerksamkeit stiehlt!

Der Herbst ist da

Trotz sommerlicher Temperaturen (tagsüber zumindest) ist es kaum zu übersehen. Da ist er, der Herbst. Deshalb ist viel zu tun im Weinviertel, die Weinlese ist in vollem Gang. Ein Teil des neuen Jahrgangs ist schon im Weinkeller, doch vieles ist noch zu tun...

Deshalb bleibt auch nicht viel Zeit für andere Dinge und es ist ein wenig still geworden hier. Sobald es aber keine Weintrauben mehr zu lesen gibt, wird es wieder mehr Geschichten zu lesen geben ;-)

Zu Wild, geräucherter Entenbrust oder Leberpastete

Ribisel-Chutney:


Zutaten für 2 kleine Gläser:
250g Ribisel
100g Kumquats oder unbehandelte Orangen
10g frischer Ingwer
150g Zucker
1 scharfe Chili
3 Gewürznelken
1 Tl Koriandersamen
1/2 Tl Salz
1/2 Tl bunter Pfeffer gemahlen
1/4 L Weisswein trocken (Winzer-Tipp: grüner Veltliner)
1/4 L Weinessig (zB Veltliner-Himbeer-Essig)

Kumquats entkernen und in dünne Streifen schneiden (Orangenschalen in Streifen schneiden), Ingwer reiben, Chili entkernen und in dünne Ringe schneiden. Koriandersamen im Mörser zerstoßen. Alle Zutaten vermischen und auf kleiner Flamme einkochen lassen bis das Chutney eine marmeladige Konsistenz hat. Die Gewürznelken entfernen und das noch heiße Chutney in Gläser abfüllen. Kühl und dunkel lagern.

UPDATE 2012:
Für größere Mengen Ribisel gehe ich wie folgt vor: Alle anderen Zutaten erst einmal in angegebener Menge zugeben und köcheln lassen. Erst dann mit Gewürzen, Wein und Zucker abschmecken.
Die Kerne stören zwar nicht so, trotzdem passiere ich die Ribisel gerne durch eine Flotte Lotte (Passiersieb)
Das Einkochen dauert seine Zeit, wer nicht gerne wartet, der kann Gelierzucker verwenden.
Aus einer Chili sind mittlerweile 3 geworden... we like it hot! 

Vorkoster

Bis jetzt nur 'Beiwerk' auf der Speisekarte, also mit Geselchtem, Speck, Schweinsbraten, Liptauer und mehr Teil der Öhlbergjause, soll die Blutwurst nun zu ihrem vollen Recht kommen. Nun ja, nicht jeden kann man selbst für eine sehr gute Blunzn begeistern, aber sie hat ihre Liebhaber und davon gibt es gar nicht so wenig.
Saure Blunzn, mit viel Zwiebel und Kürbiskernöl ,soll ab jetzt die kulinarischen Köstlichkeiten bei der 'offenen Kellertür' ergänzen. Doch vorher musste die Sache natürlich erst einmal getestet werden. Exzellent und damit genehmigt, lautet das Urteil.

Die große Hitze?

Weingläser bei Sonnenuntergang im Weinviertel
Langsam wird es doch noch heiß, der Sommer steht anscheinend endlich vor der Tür. Während sich die Mehrheit der Bevölkerung auf den Ansturm ins Freibad freut, fürchten sich der Winzer und die Kärntnerin schon so richtig. Nicht nur dass die Kärntnerin kühle Bergluft bevorzugt, auch der Winzer hält nicht viel vom schwitzen. Nur leider: Weder Traktor, noch der heißgeliebte, aber nicht mehr ganz neue Opel Vectra, besitzen eine Klimaanlage.
Deshalb haben die beiden auch dieses Jahr wieder vor, ihren Urlaub nicht irgendwo mit am Strand liegen und sonnenbaden zu verbringen, sondern ins Heimatland der Kärntnerin zu reisen (nachts natürlich, man erinnere sich an die nicht vorhandene Klimanlage). Und so wird's auch für den Winzer heißen: Aufe aufn Berg und eine in eiskaltn Gebirgssee ;-) Das wird ein Spaß!!!

Doch zuvor, da erwarten die zwei und natürlich auch der Rest der Familie Mayer noch einmal Gäste. Am letzten Juli-Wochenende (25. und 26.) zur Offenen Kellertür kann man das Weinviertel noch einmal so richtig auskosten. Zu sehen und zu erleben gibt es, wie immer, fruchtigen Sommerwein, dazu köstliche Schmankerl und den Zauber der Öhlbergkellergasse. Außerdem speziell jetzt im heißen Sommer: lauwarme Sommernächte direkt im Weingarten und der Ausblick, über das Weinglas hinweg auf die beleuchtete Weinstadt hinab.

Also, vormerken und vorbeischaun!

Das perfekte Muskateller-Rezept

Ein wunderbares, sommerliches Abendessen. Diesmal allerdings ein Gericht, das nicht mit Wein gekocht wird, sondern zu dem einfach ein (trockener!) Muskateller perfekt passt:

Lauwarmer Schwammerlsalat auf Rucola mit gebackenen Paradeisern

Die Paradeiser in Scheiben schneiden und auf ein Backblech legen. Knoblauch und jede Menge frische Kräuter (Majoran, Basilikum, Rosmarin, Tymian...) fein hacken, mit etwas Meersalz, Pfeffer und Olivenöl vermengen und auf die Paradeisscheiben streichen. Im Ofen bei 220 Grad ca 20min backen.
Für den Schwammerlsalat eignen sich am besten Steinpilze, Kräuterseitlinge, Austernpilze oder auch Eierschwammerln. Diese in Scheiben schneiden und in Olivenöl kurz mit vielen frischen Kräutern anbraten. Mit Balsamico ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen.
Rucola mit Olivenöl-Balsamico Marinade abmachen und auf einen Teller schichten, Paradeiser darauf verteilen und Schwammerln draufschichten. Dazu passt Ciabatta mit Knoblauchbutter.

Und dann ein Glaserl gut gekühlten Gelben Muskateller einschenken und genießen!

Dem Winzer fast unter den Traktor gekommen..

Wenn der einmal groß ist, dann wird er sich wahrscheinlich an den jungen Reben gütlich tun. Aber jetzt ist er ja noch soooo süß. Und weil der Winzer eine Schwäche für kleine Vieherln hat, darf der kleine Kerl mit seinen zwei Geschwistern auch weiterhin im Weingarten herumhoppeln!

In fremden Gefilden

Vor kurzem wurde unser Winzer in einer Wiener Vinothek mit einem wachauer Veltliner im Glas gesichtet. Lässt sich so ein Winzer aus dem Weinviertel erwischen? Natürlich, muss er ja, gezwungenermaßen... Denn die Kärntnerin an seiner Seite probiert gerne was aus und deshalb ist fremd-wein-trinken an der Tagesordnung. Schließlich muss man ja wissen, was die anderen so machen.

Am Wochenende wird's dann aber wieder der eigene Wein werden. Wenn die Kellergasse wieder auflebt und sich mit Besuchern und Weinfreunden füllt, um es sich bei und mit uns gut gehen zu lassen, dann werden sich der Winzer und die Kärntnerin auch wieder das eine oder andere Glaserl Mayer'schen Wein gönnen.

Bleibt die Frage, ob sich der Veltliner mit dem Wachauer Top-Wein messen kann? Man urteile selbst und außerdem: wenn der Wein des Winzers jetzt schon perfekt wäre, was würden die 2 denn dann die nächsten Jahre machen???

Kunterbunt aus der Goaß

Kunterbunt aus der Goaß, was hat denn das schon wieder mit Wein zu tun? Sehr viel sogar. Das ist nämlich die neueste Idee des Winzers und der Kärntnerin. Ein weißes Mischmasch (sprich: Cuvée) aus drei verschiedenen Rebsorten. Ein Kellerexperiment mit überzeugendem Ergebnis und so fehlte dann eigentlich nur noch ein Name. Die Kärntnerin hat sich gewehrt, dass ihr Name verwendet wird, was ja sehr schmeichelhaft ist, aber halt doch eben ein bisserl ‚normal‘. Viele, viele Winzer hatten schon die Idee, ihre Weine nach Frau, Freundin, Tochter oder Schwester zu benennen. Englische, italienische und französische Bezeichnungen waren im Gespräch, aber sie haben sich entschieden, dass den jeweiligen Nationen zu überlassen und lieber beim Österreichischen zu bleiben. Was klassisches, oder eher ausgefallen, kurz und prägnant, oder mehrere Wörter? Das viele Brainstorming blieb ohne wirkliches Ergebnis. Und dann hat es sich ganz schnell entschieden.


Als der Winzer in der Riede ‚Goaß‘ (die Geiß) unterwegs war und sein Handy zückte um sich zuhause zu melden. ‚Wo bist denn?‘ ‚In da Goaß‘ - da war plötzlich klar, das klingt gut, die Goaß muss vorkommen. Doch nicht nur wegen des Riedennamens fanden die beiden die Idee so gut, sondern auch weil die Goaß eine weitere Bedeutung hat. Die Weinberggoaß gilt seit jeher als Fruchtbarkeitssymbol der Weinbauern. Im 17. und 18. Jahrhundert brachten Winzer, als Zeichen des Dankes und der Demut vor der Ernte, ihren Gläubigern Traubengebilde in Form einer Geiß. Und die Legende erzählt außerdem, dass es ein Ziegenbock war, der die berauschende Wirkung der Trauben entdeckte.

Kunterbunt war dann so eine Eingebung des Winzers und schon war der ‚perfekte‘ Name geboren, zumindest finden das der Winzer und die Kärntnerin…


Acco von Kronberg

Was wuselt denn da über die Kellerstiege?
Es ist ein kleiner, rot gelockter Dackel, der überall dabei sein möchte. Im Weingarten, im Keller beim Verkosten, eigentlich überall dort, wo der Winzer und die Kärntnerin sind. Wenn er die Leine sieht, dann weiß er, dass ein Spaziergang naht. Dann hüpft er auf und ab wie ein Gummiball, wedelt vor Freude mit dem Schwanz und ist voller Tatendrang. Dumm ist nur, ihm wird immer recht schnell langweilig oder kalt, oder er wird hungrig, durstig hmmm oder müde. Letzteres vor allem, wenn er den Weg vor sich sieht, den er mit seinen kurzen Beinen bewältigen soll. Und dann schaut er einen an, mit diesem Hundeblick, der sagen soll: "Trag mich!!!" Nichts da, denken sich die Kärntnerin und der Winzer, schließlich tut Bewegung gut und verhindert, dass er immer runder wird. Und sie halten das dann auch (meistens) durch, zumindest bis er mitten auf der Straße einfach stehen bleibt und sich keinen Schritt mehr bewegt. Wenn dann ein Auto kommt, dann muss man sich natürlich schnellstens erbarmen und das Hunderl von der Straße entfernen...

Besonders freut sich der Kleine mit dem großen Namen aber wenn Heurigenbetrieb in der Kellergasse herrscht. Da sind viel Menschen und alles streichelt das süße Hunderl. Und es fällt immer wieder einmal wo was Gutes ab, etwas Speck, Geselchtes oder Mehlspeis - all das, was so ein Dackel eigentlich nicht fressen sollte. Soviel Aufmerksamkeit, das gefällt ihm so richtig!
Irgendwann wird die Rennerei dann aber auch zu viel und es ist genug gestreichelt (oh ja, irgendwann ist wirklich genug!). Dann rollt sich der kleine Dackel irgendwo gemütlich zusammen, am besten im kuschlig warmen Auto, um sich von der Anstrengung zu erholen oder um genau zu sein...- den restlichen Tag zu verschlafen.



Lamm auf Wein-Zwieberln


Ein wunderbares Gericht, ganz einfach zu machen, es kocht sich praktisch von selbst. Die Marinade ist schnell zusammengemischt, schmeckt so gut, dass einem allein beim Gedanken daran das Wasser im Mund zusammenrinnt und eignet sich genauso gut zum grillen.

für 4 Personen braucht man:

8 kleine Lammkotellets
1 dicker Bund Frühlingszwiebel
100ml Riesling
Butter, Salz, Pfeffer

für die Marinade:
4 Zehen Knoblauch gepresst oder kleingehackt
1 TL scharfes Ungarisches Paprikapulver
1 TL frisch gemahlener Pfeffer
1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
frischen Rosmarin, Majoran, und Zitronenmelisse (oder was der Kräutergarten sonst so hergibt) klein gehackt
ein Schuss Rotweinessig
4 EL Ketchup
1 EL Tomatenmark
Saft von einer Orange
3 EL Olivenöl
Salz

Die Koteletts über Nacht in der selbstgemachter Marinade einlegen. Im Backrohr bei 180 °C zugedeckt ca 50min schmoren lassen, bis sich das Fleisch beginnt vom Knochen zu lösen.

Aus Alufolie ein Tascherl falten mit Frühlingszwieberln (ein dicker Bund) , 100ml trockenen Weißwein, gut passt ein Riesling und einem schönen Stück Butter füllen. Salzen und pfeffern und die letzten 20min im Backrohr mitgaren.

Dazu passen gut Rosmarinerdäpfel oder ein Sellerie-Erdäpfelpüree. Beim Anrichten das gute Weinsafterl der Frühlingszwieberln nicht vergessen!

Winzer-Tipp: Ein kräftiger Riesling!

Remmidemmi



Leider ist es schon wieder vorbei, das erste Wochenende in der Öhlbergkellergasse. Das Wetter hat gepasst und viele, viele Leute haben uns in den ersten 3 Tagen der offenen Kellertür besucht. Um ehrlich zu sein sogar so einige mehr als erwartet. Deshalb mussten wir leider am Sonntag schon vor 19 Uhr sagen: Küche geschlossen, alles aufgegessen. Trotzdem war es wieder schön! Bei Speis und Trank und netter Unterhaltung scheint es wieder allen gefallen zu haben - zumindest allen bis auf jene, die sich mit Kuchen statt Öhlbergjause und Selchwürsteln zufrieden geben mussten ;-)

Der Countdown läuft

Bald ist es soweit, in riesen Schritten rückt das Wochenende näher. Zum ersten Mal in diesem Jahr öffnet der Mayer-Keller wieder seine Pforten und lädt zu Wein und Schmankerln.

Für die 'Offene Kellertür' musste dieses Jahr wieder so einiges gemacht werden. Alles neu macht der Mai heißt es schließlich, naja alles natürlich nicht, aber doch so einiges. Und so konnte man in der Kellergasse schon seit längerem emsiges Treiben beobachten.
Um das Grau des Winters abzustreifen gehört eine Farbauffrischung her. Kein 'normales' Gelb sollte es dieses Jahr sein, sondern Schönbrunngelb. Und siehe da...- das Schönbrunngelb steht dem alten Presshaus und dem Keller aber auch wirklich besonders gut!!!!
Die alten Stromfresser-Kühlschränke gehörten auch längst ausgetauscht und wurden durch moderne Kühler im Edelstahl-Look ersetzt. Die Küche wurde auch modernisiert und alles etwas umgestellt. Aber keine Angst alle Umbauten und Modernisierungen fügen sich, gut getarnt unter der Spindelpresse, schön ins Bild und es ist alles so gemütlich wie gewohnt geblieben.

So noch schnell wird alles geputzt bis es blitzt, die frisch gefüllten Weine müssen noch etikettiert werden, die besten Selchwürsteln weit und breit sind schon fast fertig. Achja und noch so einige andere Kleinigkeiten...

Und dann kann's auch schon los gehn! Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste!

Weinviertel DAC Suppe mit Austernpilzen und Bärlauchpesto-Ecken



Man nehme...

1 Zwiebel und 3-4 Knoblauchzehen klein schneiden und in Butter anrösten. 3 Scheiben Toastbrot zerkleinern, kurz mit rösten und mit einem Achterl Grünem Veltliner Weinviertel DAC ablöschen. Mit ca 300ml Gemüsesuppe aufgießen und 20min köcheln lassen. Pürieren und einen halben Becher Obers (oder weniger) zugeben. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und einem Spritzer Zitrone abschmecken.
Eine große Handvoll Austernpilze grob zerreißen, in Butter andünsten mit etwas Salz und Sichuan Pfeffer würzen. Als Einlage in die Suppe geben.

Für das Bärlauchpesto je 100 Gramm Bärlauch und Petersilie in einem Mörser oder mit einem Stabmixer zerkleinern. 50 Gramm Pinienkerne in einer Pfanne anrösten, abkühlen lassen und zerreiben. Zusammen mit 50 Gramm geriebenem Parmesan unterrühren und solange Olivenöl dazugeben, bis das Pesto die gewünschte Konsistenz hat. Mit Salz abschmecken.

500 g Weizenmehl und 15 g Salz in einer Schüssel aufhäufen. In die Mitte eine Mulde drücken, 25 g frischen Germ (oder 2 Packerln Trockenhefe) mit etwas Zucker und 100 ml lauwarmen Wasser vermischen. In die Mulde gießen und nach und nach mit dem Mehl vermischen, weitere 200 ml Wasser zugeben und den Teig einige Minuten kräftig durchkneten. An einem warmen Ort 45 min ruhen lassen, dann noch einmal kurz durchkneten und dünn ausrollen. Dreiecke ausschneiden, auf ein Backblech geben und 30 min ruhen lassen. Dann mit Olivenöl bepinseln, mit etwas Meersalz bestreuen und bei 225 Grad 10 min backen.

Die Teigeckerln mit Bärlauchpesto bestreichen und zur Suppe reichen.
Winzer-Tipp: Dazu gibt's natürlich ein Glaserl DAC - was sonst..

Schätze im Keller



Gerade wird bei uns umgebaut. Das alte Presshaus, in dem wir auch immer zum Tag der offenen Kellertür laden, ist dran. Veraltete Stromfresser-Kühlschränke müssen hinaus und so wurde gleich alles umgestellt und erneuert. Und beim ausräumen sind ein paar Flascherln vergessener Wein aufgetaucht. Die etwas älteren verstaubten Flaschen haben uns an etwas erinnert, was wir schon länger machen wollten. Endlich einen privaten Weinkeller anlegen. Jeden Jahrgang einlagern um zu sehen was draus wird. Gesagt, getan. Gleich wurden die schon genau dafür gesammelten Flaschen vom neuen in den alten Keller der Öhlberkellergasse übersiedelt. Und dort haben wir dann gleich den nächsten großen Fund gemacht.

Gut, jeder der einen schönen Weinkeller hegt und pflegt wird jetzt lachen. Da findet man natürlich gaaaaanz andere Sachen. Aber für uns, die gerade erst anfangen wollten mit sammeln und lagern, sind da schon Schätze dabei, bei dem was wir da an verstaubten Flaschen gefunden haben. Ca. 100 Flaschen Weiß- und Rotweine nicht jünger als 4-5 Jahre, die ältesten vermutlich 10 Jahre alt. Qualitäts-, Kabinett- und Landwein der Sorten Zweigelt, Grüner Veltliner, Chardonnay und Blauburger. Teilweise leider ohne Etikett.
Spannend ist es auf alle Fälle, wie das denn schmeckt, was da in den Flaschen lagert. So haben wir auch gleich was probiert. Einen grünen Veltliner, die Jahreszahl war leider nicht mehr zu lesen, aber dem Etikett und der Verkorkung nach müsste es ein Jahrgang 99 oder 2000 sein. Vorbereitet waren wir auf alles: essigsauer, fad, fürchterlicher Alterston, vielleicht aber auch noch trinkbar. Und siehe da, gut ist der! So wurde er gleich zum Abendessenbegleiter und hat hervorragend zum frühlingshaften Schweinefleisch mit Rhabarber gepasst.

Ein Winzer auf Schi

Dass man extra in ein Schigebiet fährt und sich 2 Brettln anschnallt um so seine eh schon spärliche Freizeit zu genießen, das hätte sich ein Weinviertler Winzer wohl auch nicht erträumt.
Ein Weinviertler kennt zwar sogenannte Berge, was sich vor allem in Namen wie Kalvarienberg, oder Öhlberg niederschlägt. Doch für jemanden, der hinterm Semmering aufgewachsen ist, sind das allenfalls Hügerln, die einem höchstens ein Lächeln entlocken. Schifahren, sowas wird hier zwar in Form eines Schulskikurses doch einmal ausprobiert, aber viel mehr... Nun gut, mit dem mitgebrachten Schul-Wissen sollte es möglich sein einen Urlaub im "Hochgebirge" mit gemütlichem Hinunterrutschen und noch gemütlicheren Hüttenbesuchen hinter sich zu bringen. Nicht so, wenn die Freundin eine waschechte Kärnter Schilehrerin ist. Dann ist vorbei mit rutschen. Hier heißt es carven, kanten, Außenschi belasten. Viel gibt es da zu lernen, der Urlaub artet in Arbeit aus.
Es fängt ja schon mit dem richtigen Tragen der Schi an, auf der Schulter, Spitzen nach vorne. Man will ja nicht gleich, schon vor der ersten Abfahrt, als Tourist angestempelt werden! Nach dem 100. "Knie nach vorne, nicht nach hinten absitzen, bleib vorne" ist die Geduld auf beiden Seiten schon ziemlich aufgebraucht. Bis dem Winzer ein Licht aufgeht. Wenn man sich ein bisschen weiter nach vorne lehnt und in die Knie geht, dann geht es leichter. Hab ich dir doch gesagt, denkt die Kärntnerin. Reden kann die viel, solche Erfahrungen muss man eben selber machen, der Winzer...

Auch der professionelle Einkehrschwung muss gelernt werden. Und da warten gleich die nächsten Tücken. Denn das eine oder andere alkoholische Hütten-Trankerl bringt die Grobmotorik dann doch etwas durcheinander. Deshalb hat der Winzer dann auch, nach einem eigentlich sturzfreien Tag, doch noch einen Schönen Stern gerissen. Ausgerechnet am letzten, flachen Stück sind ihm die Glühweinderln zum Verhängnis geworden. Passiert ist nichts, nur der Stolz, der ist ein bisschen angekratzt!

Erwartungen

Viel gibt's zu erzählen. Was nicht alles so passiert, bei uns im Weinviertel, in Wien und in Kärnten. So ist das, wenn sich eine in Wien lebende Kärntnerin und ein Weinviertler Winzer zusammentun..
Also gespannt sein darf man auf die Geschichten, wie eben nur das Leben sie schreibt!