Kunterbunt aus der Goaß

Kunterbunt aus der Goaß, was hat denn das schon wieder mit Wein zu tun? Sehr viel sogar. Das ist nämlich die neueste Idee des Winzers und der Kärntnerin. Ein weißes Mischmasch (sprich: Cuvée) aus drei verschiedenen Rebsorten. Ein Kellerexperiment mit überzeugendem Ergebnis und so fehlte dann eigentlich nur noch ein Name. Die Kärntnerin hat sich gewehrt, dass ihr Name verwendet wird, was ja sehr schmeichelhaft ist, aber halt doch eben ein bisserl ‚normal‘. Viele, viele Winzer hatten schon die Idee, ihre Weine nach Frau, Freundin, Tochter oder Schwester zu benennen. Englische, italienische und französische Bezeichnungen waren im Gespräch, aber sie haben sich entschieden, dass den jeweiligen Nationen zu überlassen und lieber beim Österreichischen zu bleiben. Was klassisches, oder eher ausgefallen, kurz und prägnant, oder mehrere Wörter? Das viele Brainstorming blieb ohne wirkliches Ergebnis. Und dann hat es sich ganz schnell entschieden.


Als der Winzer in der Riede ‚Goaß‘ (die Geiß) unterwegs war und sein Handy zückte um sich zuhause zu melden. ‚Wo bist denn?‘ ‚In da Goaß‘ - da war plötzlich klar, das klingt gut, die Goaß muss vorkommen. Doch nicht nur wegen des Riedennamens fanden die beiden die Idee so gut, sondern auch weil die Goaß eine weitere Bedeutung hat. Die Weinberggoaß gilt seit jeher als Fruchtbarkeitssymbol der Weinbauern. Im 17. und 18. Jahrhundert brachten Winzer, als Zeichen des Dankes und der Demut vor der Ernte, ihren Gläubigern Traubengebilde in Form einer Geiß. Und die Legende erzählt außerdem, dass es ein Ziegenbock war, der die berauschende Wirkung der Trauben entdeckte.

Kunterbunt war dann so eine Eingebung des Winzers und schon war der ‚perfekte‘ Name geboren, zumindest finden das der Winzer und die Kärntnerin…


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