Der Countdown läuft

Bald ist es soweit, in riesen Schritten rückt das Wochenende näher. Zum ersten Mal in diesem Jahr öffnet der Mayer-Keller wieder seine Pforten und lädt zu Wein und Schmankerln.

Für die 'Offene Kellertür' musste dieses Jahr wieder so einiges gemacht werden. Alles neu macht der Mai heißt es schließlich, naja alles natürlich nicht, aber doch so einiges. Und so konnte man in der Kellergasse schon seit längerem emsiges Treiben beobachten.
Um das Grau des Winters abzustreifen gehört eine Farbauffrischung her. Kein 'normales' Gelb sollte es dieses Jahr sein, sondern Schönbrunngelb. Und siehe da...- das Schönbrunngelb steht dem alten Presshaus und dem Keller aber auch wirklich besonders gut!!!!
Die alten Stromfresser-Kühlschränke gehörten auch längst ausgetauscht und wurden durch moderne Kühler im Edelstahl-Look ersetzt. Die Küche wurde auch modernisiert und alles etwas umgestellt. Aber keine Angst alle Umbauten und Modernisierungen fügen sich, gut getarnt unter der Spindelpresse, schön ins Bild und es ist alles so gemütlich wie gewohnt geblieben.

So noch schnell wird alles geputzt bis es blitzt, die frisch gefüllten Weine müssen noch etikettiert werden, die besten Selchwürsteln weit und breit sind schon fast fertig. Achja und noch so einige andere Kleinigkeiten...

Und dann kann's auch schon los gehn! Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste!

Weinviertel DAC Suppe mit Austernpilzen und Bärlauchpesto-Ecken



Man nehme...

1 Zwiebel und 3-4 Knoblauchzehen klein schneiden und in Butter anrösten. 3 Scheiben Toastbrot zerkleinern, kurz mit rösten und mit einem Achterl Grünem Veltliner Weinviertel DAC ablöschen. Mit ca 300ml Gemüsesuppe aufgießen und 20min köcheln lassen. Pürieren und einen halben Becher Obers (oder weniger) zugeben. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und einem Spritzer Zitrone abschmecken.
Eine große Handvoll Austernpilze grob zerreißen, in Butter andünsten mit etwas Salz und Sichuan Pfeffer würzen. Als Einlage in die Suppe geben.

Für das Bärlauchpesto je 100 Gramm Bärlauch und Petersilie in einem Mörser oder mit einem Stabmixer zerkleinern. 50 Gramm Pinienkerne in einer Pfanne anrösten, abkühlen lassen und zerreiben. Zusammen mit 50 Gramm geriebenem Parmesan unterrühren und solange Olivenöl dazugeben, bis das Pesto die gewünschte Konsistenz hat. Mit Salz abschmecken.

500 g Weizenmehl und 15 g Salz in einer Schüssel aufhäufen. In die Mitte eine Mulde drücken, 25 g frischen Germ (oder 2 Packerln Trockenhefe) mit etwas Zucker und 100 ml lauwarmen Wasser vermischen. In die Mulde gießen und nach und nach mit dem Mehl vermischen, weitere 200 ml Wasser zugeben und den Teig einige Minuten kräftig durchkneten. An einem warmen Ort 45 min ruhen lassen, dann noch einmal kurz durchkneten und dünn ausrollen. Dreiecke ausschneiden, auf ein Backblech geben und 30 min ruhen lassen. Dann mit Olivenöl bepinseln, mit etwas Meersalz bestreuen und bei 225 Grad 10 min backen.

Die Teigeckerln mit Bärlauchpesto bestreichen und zur Suppe reichen.
Winzer-Tipp: Dazu gibt's natürlich ein Glaserl DAC - was sonst..

Schätze im Keller



Gerade wird bei uns umgebaut. Das alte Presshaus, in dem wir auch immer zum Tag der offenen Kellertür laden, ist dran. Veraltete Stromfresser-Kühlschränke müssen hinaus und so wurde gleich alles umgestellt und erneuert. Und beim ausräumen sind ein paar Flascherln vergessener Wein aufgetaucht. Die etwas älteren verstaubten Flaschen haben uns an etwas erinnert, was wir schon länger machen wollten. Endlich einen privaten Weinkeller anlegen. Jeden Jahrgang einlagern um zu sehen was draus wird. Gesagt, getan. Gleich wurden die schon genau dafür gesammelten Flaschen vom neuen in den alten Keller der Öhlberkellergasse übersiedelt. Und dort haben wir dann gleich den nächsten großen Fund gemacht.

Gut, jeder der einen schönen Weinkeller hegt und pflegt wird jetzt lachen. Da findet man natürlich gaaaaanz andere Sachen. Aber für uns, die gerade erst anfangen wollten mit sammeln und lagern, sind da schon Schätze dabei, bei dem was wir da an verstaubten Flaschen gefunden haben. Ca. 100 Flaschen Weiß- und Rotweine nicht jünger als 4-5 Jahre, die ältesten vermutlich 10 Jahre alt. Qualitäts-, Kabinett- und Landwein der Sorten Zweigelt, Grüner Veltliner, Chardonnay und Blauburger. Teilweise leider ohne Etikett.
Spannend ist es auf alle Fälle, wie das denn schmeckt, was da in den Flaschen lagert. So haben wir auch gleich was probiert. Einen grünen Veltliner, die Jahreszahl war leider nicht mehr zu lesen, aber dem Etikett und der Verkorkung nach müsste es ein Jahrgang 99 oder 2000 sein. Vorbereitet waren wir auf alles: essigsauer, fad, fürchterlicher Alterston, vielleicht aber auch noch trinkbar. Und siehe da, gut ist der! So wurde er gleich zum Abendessenbegleiter und hat hervorragend zum frühlingshaften Schweinefleisch mit Rhabarber gepasst.

Ein Winzer auf Schi

Dass man extra in ein Schigebiet fährt und sich 2 Brettln anschnallt um so seine eh schon spärliche Freizeit zu genießen, das hätte sich ein Weinviertler Winzer wohl auch nicht erträumt.
Ein Weinviertler kennt zwar sogenannte Berge, was sich vor allem in Namen wie Kalvarienberg, oder Öhlberg niederschlägt. Doch für jemanden, der hinterm Semmering aufgewachsen ist, sind das allenfalls Hügerln, die einem höchstens ein Lächeln entlocken. Schifahren, sowas wird hier zwar in Form eines Schulskikurses doch einmal ausprobiert, aber viel mehr... Nun gut, mit dem mitgebrachten Schul-Wissen sollte es möglich sein einen Urlaub im "Hochgebirge" mit gemütlichem Hinunterrutschen und noch gemütlicheren Hüttenbesuchen hinter sich zu bringen. Nicht so, wenn die Freundin eine waschechte Kärnter Schilehrerin ist. Dann ist vorbei mit rutschen. Hier heißt es carven, kanten, Außenschi belasten. Viel gibt es da zu lernen, der Urlaub artet in Arbeit aus.
Es fängt ja schon mit dem richtigen Tragen der Schi an, auf der Schulter, Spitzen nach vorne. Man will ja nicht gleich, schon vor der ersten Abfahrt, als Tourist angestempelt werden! Nach dem 100. "Knie nach vorne, nicht nach hinten absitzen, bleib vorne" ist die Geduld auf beiden Seiten schon ziemlich aufgebraucht. Bis dem Winzer ein Licht aufgeht. Wenn man sich ein bisschen weiter nach vorne lehnt und in die Knie geht, dann geht es leichter. Hab ich dir doch gesagt, denkt die Kärntnerin. Reden kann die viel, solche Erfahrungen muss man eben selber machen, der Winzer...

Auch der professionelle Einkehrschwung muss gelernt werden. Und da warten gleich die nächsten Tücken. Denn das eine oder andere alkoholische Hütten-Trankerl bringt die Grobmotorik dann doch etwas durcheinander. Deshalb hat der Winzer dann auch, nach einem eigentlich sturzfreien Tag, doch noch einen Schönen Stern gerissen. Ausgerechnet am letzten, flachen Stück sind ihm die Glühweinderln zum Verhängnis geworden. Passiert ist nichts, nur der Stolz, der ist ein bisschen angekratzt!

Erwartungen

Viel gibt's zu erzählen. Was nicht alles so passiert, bei uns im Weinviertel, in Wien und in Kärnten. So ist das, wenn sich eine in Wien lebende Kärntnerin und ein Weinviertler Winzer zusammentun..
Also gespannt sein darf man auf die Geschichten, wie eben nur das Leben sie schreibt!