Weihnachtsvorbereitungen und Küchenchaos

Im Winter ist eigentlich so gar nichts los in der Kellergasse. Ruhepause beim Winzer und der Kärntnerin. Aber den Gästen der beiden kommt die Saison ohne Offene Kellertür einfach viel zu lang vor! Deshalb tragen sich die beiden schon länger mit dem Gedanken, auch im Winter einmal zu Speis und Trank einzuladen.

Erst im November haben sich der Winzer und die Kärntnerin dann aber wirklich entschieden, auch in der Weihnachtszeit die Kellertür zu öffnen. Fürs Weihnachtln ist deshalb noch viel zu tun!

Es wird gebacken und gekostet, aufgefüllt und umgefüllt, gebastelt und dekoriert, geschraubt und gehämmert, gekehrt und geräumt, Holz gehackt und gestapelt und dabei auch schon ein bisserl Glühwein verkostet.

Vom Ergebnis kann man sich am 11. und 12. Dezember überzeugen.










Herbstzeit ist Kürbiszeit - Bunte Vielfalt und 3 Rezept-Ideen



Kürbis-Maroni-Suppe mit Thymian


Leichtes Rezept, raffinierter Geschmack!

Für 4 Personen etwa 10 Maroni in einer Pfanne rösten, bis die Schale schwarz wird und sich ablöst, abkühlen lassen und schälen. In kleinere Stücke zerpflücken. Kürbis (zB Hokkaido, Baby Bear, Langer von Napoli) in kleine Würfel schneiden. In heißem Olivenöl, eine, in Scheiben geschnittene, Knoblauchzehe andünsten, Kürbiswürfel dazu geben und gut anrösten. Mit Gemüsesuppe aufgießen. Die Maronistücke und eine Hand voll frischen, oder einen EL getrockneten Thymian dazugeben. 10-15 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich wird, sicher aber noch nicht zerkocht. Nicht pürieren!!! Mit Salz u Pfeffer abschmecken.
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Herbstlicher Salat mit Ofenkürbis und Camembert


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1Delikatakürbis (oder zB auch Muskat, Butternuss..) halbieren, entkernen und in Würfel schneiden.

1TL Koriandersamen und 1TL Pfefferkörner und eine Knoblauchzehe im Mörser zerstoßen, mit 1TL Oregano, 1EL Olivenöl und einer Prise Salz vermischen. Die Kürbiswürfel in der Gewürzmischung wenden, auf einem Backblech verteilen und im Ofen bei 180 Grad C ca. 15 Minuten lange backen, bis der Kürbis weich, aber noch bissfest ist. Etwas auskühlen lassen.
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Den Camembert in Dreiecke schneiden, in Mehl, dann in aufgschlagenem Ei und schließlich in einer Mischung aus Semmelbrösel und gehackten Kürbiskernen wenden. In heißem Öl goldbraun braten.
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Eine bunte Salatmischung mit einem Dressing aus Kürbiskernöl, Veltlineressig (oder anderer Weinessig), Salz und Pfeffer abmachen. Die lauwarmen Kürbiswürfel und den heißen Camembert darauf anrichten.
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Kürbisrisotto mit Safran und Pistazien

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1 Zwiebel
1Knoblauchzehe
1 gelber Gartenkürbis
2 Fäden Safran
1L Hühnersuppe
600g Risottoreis
100g Pistazien
Weisswein trocken (Grüner Veltliner)
Olivenöl
Salz, Butter
ev. Kürbiskernöl
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Zwiebel würfeln, Knoblauch in Scheiben schneiden. Den Kürbis schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel andünsten, Kürbis zugeben und rösten, bis er leicht Farbe nimmt. Den Knoblauch und den Risottoreis zugeben und mitrösten. Mit einem Achterl Veltliner ablöschen. Hühnersuppe zum kochen bringen und Safran darin auflösen. Wenn der Reis den Wein aufgesaugt hat, Hitze reduzieren und etwas Hühnersuppe zugeben. Unter ständigem Rühren immer wieder Suppe zugeben, bis der Reis gar ist. Vom Herd nehmen und etwas Butter unterrühren, bis das Risotto schön cremig ist. Wenn notwendig mit Salz u Pfeffer abschmecken und den Großteil der Pistazien unterrühren. Anrichten, mit den restlichen Pistazien bestreuen und eventuell mit etwas Kürbiskernöl beträufeln.

Das Wandern ist des Winzers Lust

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Am Granattor
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Berge, Nockerln, Berge, Nockerln... Nockberge

Hoch über'm See
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Spieglein, Spieglein...
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Erfrischung, Bergquellwasser-gekühlt!

Von der Hitze, Urlaubsträumen und einem Rotwein-Bottich

Sommer, Sonne, Urlaubszeit.

Wenn sich alle freuen, in den Süden reisen oder im Schwimmbad tummeln und nach kurzer Zeit braungebrannt sind, stellt sich dem Winzer und der Kärntnerin wieder einmal nur eine Frage: Wie nur der Hitze entkommen???
Ab nach Kärnten, natürlich! Leider dauert es noch, bevor der heiß ersehnte Urlaub in den kühlen Kärntner Bergen losgeht. Eine Abkühlung ist aber jetzt schon dringend notwendig. Also doch ins Freibad?
Nach 1,5 Stunden ist klar, nix wie weg! Zu viele Menschen, zu laut, zu heiß in der Sonne und langweilig wird's auch.

Ein neuer Plan muss her. Warum nicht im Garten ein eigenes kleines Urlaubsparadies schaffen? Pool oder Schwimmteich, vielleicht eine Hängematte, Liegestühle, ein eisgekühltes Glaserl Wein. Mmmmhhhh.
Stopp, halt! Ausgeträumt. Da fehlt doch was, das nötige Kleingeld.

Also, Improvisation ist alles.
Ein Bottich wird mit Wasser gefüllt, ein Schirm und zwei Liegestühle sind schnell aufgestellt. Planschen im Bottich, lesen im Schatten und zwischendurch ein paar Himbeeren vom Strauch naschen. Ein Eiskaffee macht nach einem Mittagsschläfchen wieder fit und wenn die Sonne nicht mehr gar so vom Himmel knallt, dann ist es Zeit für ein Glaserl Veltliner. Weingarten statt Meer, ein bissal Hühnergegacker statt Meeresrauschen und weit und breit keine Strandverkäufer. So lässt es sich aushalten!
Doch nicht so schlecht, dieser Sommer, eben alles nur eine Frage der Perspektive...



Wein im Aquarium

Ausgangsmaterial
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schon eher im richtigen Zustand..

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Entrindet und gesäubert


Ausgekocht!


Und....

Ergebnis: Neues Fisch-Zuhause


Weinrallye #34 Wein & Knabberei

Endlich geschafft! Schon lädt Gastgeber Thomas zur mittlerweile 34. Ausgabe der Weinrallye und endlich ist ein kleiner Beitrag entstanden.

Herzhafte Weinkekse:

Man nehme:
500g Topfen
500g Mehl (Dinkel oder Weinzen)
5oog Butter

Teig eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
mit Muskatnuss, Salz & Pfeffer würzen, 50g geriebenen Bergkäse und 50g Röstzwiebel darunter kneten. Teig ausrollen und Kekse ausstechen.

Mit Eigelb bestreichen, bei 180 Grad 20 min backen.

dazu im Glas:













Zweigelt Jahrgang 2000
(das Papieretikett hat die Zeit und das feuchte Kellerklima nicht überstanden..)

Unterwegs um den ‚Neuen‘ herzuzeigen

Jeder, der großen Weinwelt noch recht unbekannter, Winzer kennt das wohl, das Problem mit Messen, Weinpräsentationen und Verkostungen an denen viele Winzer teilnehmen. Die meist grimmig aussehenden Herrschaften, die ganz konzentriert ihrer Arbeit als Weinverkoster nachgehen, interessiert nach Alkohol, Restzucker und Säure fragen und fleißig mitschreiben, laufen einfach vorbei, oder beehren maximal den Nachbarn.
Wieso sollte es also auch dem Winzer und der Kärntnerin auf der Weinviertel DAC Erstpräsentation anders ergehen? Kein bekannter Name, keine interessierten Verkoster?
Doch, doch so wenig war gar nicht los am Stand der beiden. Mehr die Genießer, die den Wein also nicht spucken, sondern lieber schlucken und auch gern noch mehr erfahren wollten über das Retzer Land, die Weine und die Leute, haben vorbei geschaut.
Und dann hat sich doch noch einer der Herren, mit gezücktem Bleistift, vor den Stand verirrt. Er wollte schon weitergehen, da hat ihn das (doch nicht etwa schon recht verzweifelte?) Lächeln der Kärntnerin inne halten und näher treten lassen. Der zuerst skeptische, dann überraschte Blick, das anerkennende Nicken und die abschließende Bemerkung „der ist ja wirklich sehr gut, Gratulation“ hinterlässt den Winzer und die Kärntnerin dann aber doch etwas ratlos. Sollen sie sich über das Lob freuen? Oder ärgern, ob der Tatsache, dass ihnen anscheinend ein guter Wein gar nicht zugetraut wird?

Wenn es dunkel wird

Ein Schauspiel der besonderen, (oder sollte man lieber sagen der sonderlichen) Art ist momentan in Pillersdorf zu beobachten. Abends, wenn sich die Nacht langsam über das Örtchen senkt, dann tanzt ein einsames Licht durch die Weingärten. Noch nicht viele haben es beobachtet, denn wer treibt sich schon zu später und kalter Stunde im Weingarten herum? Und von denen die es schon gesehen haben, haben ein paar lieber gleich reißaus genommen. Wer weiß denn schon wer da in der Dunkelheit sein Unwesen treibt?

Hätten sie nachgesehen, sie hätten den harmlosen Grund gefunden. Und doch wären sie wohl etwas erstaunt gewesen, den Winzer mit Stirnlampe und Schere bewaffnet, anzutreffen. Ob der jetzt total verrückt geworden ist? Darf man die Reben jetzt nur mehr in der Nacht schneiden, oder wie?

Nun ja, wenn tagsüber wenig Zeit dafür bleibt, dann muss man sich eben Alternativen überlegen. Dafür bleibt dem Winzer dann am Wochenende auch wieder einmal Zeit für andere Dinge, Wein verkosten zum Beispiel. Oder das neue Weinjahr zu planen, Weinviertel DAC Erstpräsentation, Weintour, natürlich Tag der offenen Kellertür und noch viel, viel mehr..