Hereinspaziert!




Es ist soweit, der Winzer und die Kärntnerin gewähren Einblick, nicht nur ins Winzerleben sondern auch ins Winzerzuhause. Zum Einstieg wurde ja schon ein Teil des neuen Esszimmers hergezeigt, der lang erwartete Tisch
Nun, auf rostroten Wunsch hin, der der Kärntnerin natürlich Befehl ist, die Küche. Und das ist sie, die Winzerhausküche, bzw. das war sie. Es existieren leider nur ein paar nicht besonders gute Fotos vom dottergelben Albtraum. 


Sobald das Winzerhaus in der Hand von Winzer und Kärntnerin war, ist gleich alles dazu getan worden um da etwas zu ändern. Die Kärntnerin hat eine weiße Landhausküche vor Augen, aber eine neue Küche kommt erst einmal nicht in Frage, erstens weil das nötige Kleingeld erst einmal in wichtigere Dinge fließt und zweitens wegen dem Durchgangszimmer. Die Küche liegt zwischen Esszimmer und dem Vorraum in den Hof. Ein Durchgangszimmer also, ohne direktes Fenster nach draußen. Dieser Zustand sollte geändert werden. Da das Winzerhaus aber von der Raumaufteilung her eine Katastrophe etwas schwierig ist, ist dem Winzer und der Kärntnerin noch keine zündende Idee gekommen, wie man das zufriedenstellend ändern könnte. Und neue Küche kaufen, wenn die dann in einen neuen Raum nicht mehr hineinpasst?
Gut, Küche kaufen wurde verschoben. Also alte Küche. Grusel. Kann man da nichts machen, neue Arbeitsplatte zum Beispiel, oder was draufkleben, auf die Küchenkästen und die Griffe austauschen, gegen was modernes, oder so...? Klebefolie war im Gespräch, nach genauer Internetrecherche wurde die Idee aber verworfen.
Schließlich hat der Winzer die Griffe abmontiert und neu lackiert und die Kärntnerin die Malerrolle geschwungen. Die weiße Traumlandhausküche vor Augen, hätte es natürlich weiß werden sollen, wäre es nur nach der Kärntnerin gegangen. Aber der Winzer hat sich gesträubt und die Kärntnerin ist sich auch wirklich heute noch nicht sicher, ob weiß für diese Küche wirklich eine gute Entscheidung gewesen wäre.
Grau ist es dann geworden. Mit den neu lackierten Griffen ist das Ganze nicht nur um 100% besser als vorher, sondern wirklich so gelungen, dass der Kärntnerin sogar die alte Arbeitsplatte beinahe gefällt. 


Der Winzer und die Kärntnerin wollen jetzt kein ‚ja aber‘ hören! Natürlich, Traumküche sieht anders aus, aber für die paar Euros und 1 Tag Arbeit ist sie jetzt heller und wirklich ansehnlich und bewohn- bzw. bekochbar!


So, für alle, die auch mit einer Küchenfarbe gesegnet sind, die vor 3 Jahrzehnten einmal sehr ‚In‘ war, es aber auch seit diesem Zeitpunkt nie mehr gewesen ist, gibt es ein kleines Do-it-yourself Tutorium für die Küchenverschönerung. Es ist wirklich ganz leicht und kostet nicht viel. Im Internet gibt es viele Anleitungen, sehr viele sind sehr kompliziert. Die meisten verschweigen einem, dass es aber eigentlich auch ganz einfach geht. Alle „Zutaten“ bekommt man im nächsten Baumarkt (oder über das Internet).



   Meine-Küche-soll-so-werden-wie-ich-es-haben-will Tutorium:



  • Griffe der Küchenkästchen abschrauben, Kästchen rundherum abkleben oder besser Fronten abmontieren  

  • mit Schleifpapier Fronten anschleifen

  • mit Nitroverdünnung reinigen, trocknen lassen

  • Farblack auf Acrylbasis verwenden und mit einer Schaumstoffrolle auftragen

  • Trocknen lassen und noch einmal lackieren.

  • Fertig!


Es ist keine Grundierung notwendig, alter Lack bzw. die alte Beschichtung muss nicht vollkommen abgebeizt/geschliffen werden, es reicht anzuschleifen, oder einen Anlauger zu verwenden. Es hält sehr gut, sieht aber gar nicht ‚selbstgemacht‘ aus. In Härtefällen, die die originale Farbe wieder durchkommen lässt (beim Winzer und der Kärntnerin ungeduldige Katzenkrallen) kann einfach noch einmal drüber lackiert werden, man merkt nicht, das nachgebessert wurde.


Viel Spaß beim Heimwerken wünschen Euch der Winzer und die Kärntnerin, die sich jetzt gerade voll in die Weinlese stürzen.