Schon fast kitschig - Die Geschichte vom Glück



Es war einmal, so fängt doch jedes Märchen an...

Beim Winzer und der Kärntnerin war nicht einmal, es war gerade wieder. Das Weinlesefest. Jedes Jahr im September, genauer gesagt am letzten Wochenende des Monats, 3 Tage lang, in der kleinen Weinstadt Retz, wird gefeiert. Ein Stadtfest sozusagen und alles dreht sich um den Wein. Ein Umzug der WinzerInnen mit Wagen und Traktoren, Weinberggoaß und Bacchus, Wein der aus dem Stadtbrunnen fließt, Sturm natürlich, regionale Köstlichkeiten, Feuerwerk… 



Zufällig hat es die Kärntnerin einmal dorthin verschlagen. Bei strahlender Herbstsonne und in allerbester Laune haben die Kärntner Dirndln beschlossen: „Im nächsten Jahr kommen wir wieder“. Gesagt, getan. Diesmal aber mit dem Zug angereist, schließlich will frau sich ja Sturm und Wein schmecken lassen. 


Und jetzt kommen wir zum Glück. Die Kärntnerinnen waren nämlich, anders als geplant, ohne männlichen Anhang Begleitung unterwegs. Um genau zu sein, die Begleitung unserer Kärntnerin hat beschlossen nicht mitzukommen. Also, Glück für den Winzer. Einen Ausflug, den sie ein Jahr im Voraus geplant hat lässt sich die Kärntnerin nicht entgehen, Begleitung hin oder her. Wieder Glück für den Winzer.
Der Winzer war derweilen mit der Weinlese beschäftigt. Und eigentlich war er müde nach dem langen Tag und wollte zuhause bleiben. Dann hat er sich aber doch überreden lassen, von seinen Freunden, noch kurz auf das Fest zu fahren. Soviel zum Glück für die Kärntnerin.


Getroffen hätte sich die beiden aber sicher trotzdem nicht, hätte nicht die Kärntner Freundin einen Weinviertler Freund von früher gekannt.
Und schwupdiwup saßen sich die beiden gegenüber, mussten sich zwangsläufig unterhalten. Das hat dann besser geklappt als gedacht, das mit dem unterhalten und überhaupt. Und dass der Winzer am Ende die Nummer der Kärntnerin in sein Handy eingespeichert hat, liegt vielleicht auch daran, dass die Kärntnerin schon ein bissl einen Schwips vom Sturm und vom Wein gehabt hat und ihn am Ende frech gesagt hat: „Wenn du mich anrufen willst, wirst du schon nach meiner Nummer fragen müssen“.
Auf der Suche war keiner von beiden, gefunden haben sie sich trotzdem. 



Hui das war aber knapp. Also, wenn der Winzer nicht oder wenn die Kärntnerin nicht alleine… naja ihr wisst, was ich meine. Sonst gäbe es die beiden so nicht und diesen Blog auch nicht. Nicht auszudenken! Also vielleicht war es ja nur viel Glück oder doch ein bissl Schicksal, bei so vielen glücklichen Zufällen... Oder wie seht ihr das?


Kommentare:

  1. Liebe Kärntnerin, eine schöne Geschichte. Ja ohne Zufälle, hätte sich der Eine oder Andere bestimmt nicht getroffen. Bei mir war es auch nicht geplant.
    Den Sturm habe ich in Österreich am Grundelsee schon mal probiert. Danach ging es mir nicht sooooo gut.
    Ich bin aber auch nicht "trinkfest"
    Ich freue mich immer von Dir zu lesen. Das hat für mich immer einen Hauch von Urlaub. Ich grüße Dich ganz lieb und grüße den WINZER von mir, die Ilona

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  2. Hallo liebe Kärntnerin!....na so ein Zufall,bei der Menschenmenge.....,eine wunderbare Geschichte!Oh,und ein Feuerwerk,schöööön!LG aus dem Burgenland und noch eine schöne Woche!Andrea!

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  3. Eine sehr schöne Kennlern-Geschichte! Ich liebe so was! Und Feuerwerke lassen mich immer wie ein staunendes Erdmännchen erstarren und mir laufen Schauer den Ruecken runter :-)
    LG, Appelgretchen

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  4. Hallo Kärntnerin,
    ja, wie das Leben manchmal so spielt... und wenn sie nicht gestorben sind, dann bloggen sie noch heute... und darüber kann sich die ganze Bloggerwelt freuen!
    Viele Grüße von
    Margit

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  5. ein schönes wahres märchen und wie es sich gehört, mit happy end. ...und dann lebten sie bis zum ende aller tage glücklich auf ihrem winzerschloß.
    alles liebe für euch
    ingrid

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  6. Willkommen bei Rosine liebe Kärtnerin!

    Ich bleib auch gleich hier bei dir!

    LG Rosine

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  7. Ich glaube ja, das nichts im Leben Zufall ist. Insofern hat es so sein sollen und es ist schön, dass Ihr Euch gefunden habt.

    Übrigens weiß ich nicht, ob mein Vater so richtig verstanden hat, wie es gemeint ist, aber gegessen hat er sie bestimmt. ;-)
    Meine Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden sind durchweg positiv, auch mit Homöopathie und auch, wenn ich nicht 100% daran glaube. Für mich hat der Recht, der heilt. Bei mir und meiner Familie funktioniert es im gewissen Rahmen mit Kenntnis der Grenzen ich bin sehr froh darum.
    Und im übrigen kann man sich morgens im Spiegel auch einfach anlügen, das sollte dann irgendwann auch positive Rückwirkung auf die Realität und das Selbstbild haben... bei ausreichender Wiederholung. Ich teste das mal an meinen Augenringen. ;-)

    Herzlich, Katja

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  8. Ich liebe Kitschgeschichten. Meine ist auch so eine. Vielleicht erzähle ich sie mal auf meinem Blog.

    Ich danke dir sehr für dein tolles Kompliment, was Schöneres kann man gar nicht sagen wie ich finde :)

    Liebe Grüße
    Christin

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  9. Geschichten die die Seele berühren

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  10. Tja, liebe Kärtnerin,
    was (sein) muss, das muss ;-) und das Schicksal fackelt nicht lange!!!
    Schöner kann man eine Geschichte von zweien, die zusammen sollen sein auch nicht erfinden... und was wirklich wichtig ist findet sich, ob man sucht oder nicht, gell?
    Liebe Grüße aus südlich der Donau
    Elisabeth

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  11. Hallo Kärntnerin,herzlichen willkommen auch auf meinem Blog als Leserin.. Das Tablett ist über mich zu beziehen, ein ähnliches findest du auch im Shop.
    station88-shop.de
    GGLG Astrid
    Station88

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  12. Da habt ihr beide ganz schön viel Glück gehabt und das Schicksal gab seine Prise mit dazu. Denn dass sich der Winzer nochmals aufgerafft hat und dann auch noch zufälliger Weise dir gegenüber platziert wurde.. das ist kein Zufall. Fakt ist, auf dieses Fest komme ich nächstes Jahr auch. Wer weiß was mir blüht.. :-)

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  13. Ach ist das mal eine süße Geschichte!

    Danke für die Komplimente für meine Anhänger. Ich mach die immer so: Auf ein A4 Blatt mit Struktur (Aquarellpapier) die Wörter stempeln. Dann ausschneiden und lochen. Am Rand mit dem Stempelkissen (brilliance, Farben Thyme und Lightning black) Ränder machen, damit es alt aussieht. Das wars eigentlich schon!
    Hast du schon Kräuter geerntet?

    Liebes Grüßle von Tanja

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  14. hallo Kärtnerin ,
    eine schöne Geschichte - wie ihr zwei euch getroffen & gefunden habt ! & herrliche Bilder zeigst du heute .
    Liebe Grüße ,
    Christine

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  15. Zufall..Schicksal..Fügung...wer weiß das schon? Wichtig ist nur, dass es passiert ist.:) :)

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  16. hui wui wow schön!
    ich LIEBE solche l(i)ebensgeschichten!!!


    liebste grüße und vielleicht kommen mein lieblingsmann und ich euch ja mal besuchen und dann erzählen wir euch bei einem glaserl wein, wie das so mit uns zu stande gekommen ist :-)

    nora

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  17. Liebstige Kärtnerin, ja genau, so gehört das, das sind dann die Beziehungen, von denen man / frau annehmen darf, dass sie im Himmel von der ebendortigen Fügungswerkstatt geschmiedet wurden, und solche Bezirhungen sind ja dann oft die besseren ;o)) (Beim Herrn Rostrose und mir gibt's auch ein paar "Wenn das und das nicht gewesen wäre"... und obwohl der Herr Rostrose in gewissen Wohnfragen ja einen leider nicht sooooooooooooo tollen Geschmack besitzt, hat er im Zusammenhang mit mir dann DOCH Geschmack bewiesen *grins*)
    Nun zu deinen Fragen: Ich habe nicht wirklich eine Ahnung, wie lange ich für ein Posting brauche. Schon eine Weile. Aber irgendwie mach ich es ja zizerlweis. Zuerst die Bilder bearbeiten, dann Collagen draus basteln, dann verkleinern und mit Wasserzeichen versehen. Das alles muss nicht unbedingt an ein und demselben Tag passieren. KANN aber. Und dann werfe ich die Fotos in meinen Blog und texte drum herum. Das geht bei mir eigentlich eh recht flott, weil ich ein Wörterbrunnen bin, es fließt nur so, ich habe eher Probleme mit dem Kurz-fassen, aber durchs Bloggen hab ich da doch schon einiges gelernt. Und dann mach ich mein Posting halt auch noch so schön wie möglich, mit Herzerln oder Blumerln oder so und mit diversen Farben, aber wenn ich wenig Zeit habe, kann's auch mal sein, dass ich das lasse ;o)) Frau hat ja tatsächlich noch a bissl was anderes zu tun, wie Bürojob und ein paar Kleinigkeiten in Haushalt und Garten >;o)) Und dann noch so a paar Dinge, wie Freunde / Familienmitglieder treffen, in Konzerte oder ins Kino gehen oder walken oder in Qi Gong gehen, viel lesen, manchmal vor der Glotze oder in der Badewanne herumhängen... ;o)) Aber Bloggen fällt für mich auch irgendwie unter "Freizeitentspannung"...
    Ah ja, und das Wörtchen "schleissig" hätt ich eh auch so geschrieben wie du, ich tät nicht einmal unbedingt glauben, dass das ein Dialektbegriff ist, kommt das nicht von "verschleissen" oder so??? Jedenfalls bist du eh keine schleissige, sondern eine fleissige Besucherin, und darüber freu ich mich!
    Und jetzt hab(t) noch einen schönen Abend! Alles Liebe, die Traude

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    1. Ich weiß, jetzt hab ich mich NICHT kurz gefasst ;o)) Trotzdem noch gaaanz kurz etwas: STURM! Daran hab ich eher heftige Erinnerungen ;o))))))

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  18. Mmh, was für eine schöne Geschichte... Sowas mag ich sehr :-)

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  19. Hallo,
    dann mal herzlichen Glückwunsch zum Einjährigen von mir. Ich schließe mich den Vorgängerinnen an: Es hat so sollen sein. Ist das nicht ein Wunder!
    Schöne Grüße, Johanna

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  20. Ich muss jetzt einmal herzlich "Hallo" sagen! Ich komme von Waldviertel-Ingrid zu dir und habe mit Freude deine Geschichten gelesen, eine besondere Freude das Foto vom Retzer "Verderberhaus" - ist doch meine Urgroßmutter Gottscheerin namnes Verderber :-)
    Liebe Grüsse in das schöne Weinviertel

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    1. Ein herzliches Hallo auch dir, liebes Wienermädel (&CO). Ich freu mich sehr, dass es dir bei mir gefällt und das mit der Verderber-Verbindung ist doch ein lustiger Zufall!

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