3 außergewöhnliche Ideen, 6 mal gewinnen! L & L, Teil 3

 

Liebe und Leidenschaft außerhalb vom Winzerhaus

 

Heute möchten der Winzer und die Kärntnerin euch 3 Menschen vorstellen, die ihnen begegnet sind und deren Visionen und Produkte sie begeistern. Menschen die mit ähnlich viel Leidenschaft und Liebe ihren Weg verfolgen, wie die beiden und mit Kreativität, Freude und viel Einsatz erfolgreich ihren Traum leben.




Alle 3 verdienen mit nicht ganz alltäglichen Ideen ihr Geld. Scharfe Ideen hat unsere erster Gast heute, eine Ein-Powerfrau-Nudelmanufaktur in Kärnten stellt sich vor und dann überrascht noch jemand mit Körperkonfekt und Badestangen. Alle 3 haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und sind erfolgreich damit. Echte Gewinner also. Damit sie nicht die Einzigen bleiben, hat jeder von ihnen eine Kleinigkeit zur Verfügung gestellt, um auch aus den Lesern diese Blogs Gewinner zu machen. Der Winzer und der Kärntnerin und die hauseigene Floristin sponsern noch etwas dazu um möglichst viele glückliche Gewinner zu sehen zu bekommen!

Jetzt wird’s scharf


Richi und seine Chilifarm haben der Winzer und die Kärntnerin schon 2011 an einem Ab Feld Tag besucht. Es war ein toller Tag, mit viel Information rund um die Chilis, Chilisaucen verkosten und Austausch über Wein und Chili, Gemeinsamkeiten und Unterschiede.




Seitdem sind die Saucen fester Bestandteil der Winzerküche. Die (mittlerweile zahlreich) selbstgezogenen Chilis, verarbeitet die Kärntnerin, die sonst ja gerne alles selbst machen möchte, zwar auch zu allem Möglichen, nur nicht zu Saucen. Die werden beim Richi gekauft. Er hat 2007 angefangen seine Saucen zu produzieren und ist mittlerweile sehr erfolgreich, seine Saucen sind immer schnell ausverkauft, vor allem die 'Sortensaucen' wie zB die Lemon Drop Sauce. Neben milden, scharfen und höllisch scharfen Saucen, gibt es mittlerweile auch scharfe Habanossi, eingelegte Chiliringe, Chilipasten, Rubs usw... Richi sprüht nur so vor Ideen, über den neue Onlineshop www.firelandfoods.at (ein sehr passender Name finden Winzer und Kärntnerin) lässt es sich unkompliziert bestellen. Das Sortiment erweitert sich mit jeder Ernte, so gibt es jetzt auch schon einen eigenen Energydrink. Noch produziert er seine scharfen Sachen nebenberuflich, aber das soll nicht mehr lange so sein, bei so viel Erfolg war das aber klar.

1. Richi hat eingepackt in sein Chili-Startpaket:

 1 x Rings of Fire
Jalapeno Chiliringe

1 x Smokanero Hot-Sauce
Habanero Grill-Sauce

1x Süß Saure Chilisauce 
 

Auf nach Kärnten


Die Martina hat die Kärntnerin irgendwie über Facebook kennengelernt. Ihre Geschäftsidee hat auch mit kulinarischen Genüssen zu tun, nur ist sie weniger scharf, traditionell und einfach köstlich. Sie produziert Kärntner Nudel. Nicht nur die berühmten Kasnudel, die Lieblingsspeise der Kärntnerin. Die Kärntner Spezialität hat wenig mit der italienischen Pasta zu tun, am ehesten könnte man sie noch mit gefüllten Ravioli vergleichen. Nur eben irgendwie anders, größer und mit viel mehr Fülle und anderer Fülle natürlich. Es gibt da Erdäpfelnudel, Kletznnudel, saisonal gefüllte Nudel und so viel mehr, herzhaft und süß. Ein Nudlkudlmudl (Kudlmudl = kärntnerisch für Durcheinander) eben. Und so heißt auch ihr kleines, feines Unternehmen.




Eine Kärntner Nudel zeichnet sich durch das Krendln aus, eine spezielle Technik um sie zu verschließen. „A Dirndl, das nit krendln kann, kriagt kan Mann“, heißt es. Also, als Kärntnerin muss man krendln können, also kann sie ja genau genommen auch. Aber die Geduld, die fehlt der Kärntnerin immer. Die ersten Nudel gehen noch, dann greift sie zum Teigrad, den Trick hat sie von ihrer Oma. Umso mehr Bewunderung hat sie für die Martina über. Leidenschaftlich gerne krendlt die seit 3 Jahren nicht nur für sich und ihre Familie, sondern auch für ein breites Publikum. 700-1000 Nudel pro Woche!!! Und seit neuestem macht sie auch noch Cupcakes. Das Geschäft brummt und wenn es weiter so gut läuft, wird nächstes Jahr die erste Mitarbeiterin eingestellt!

Einen Kärnten-Urlaub unbedingt mit einem Besuch bei Martinas NudlKudlMudl verbinden!

2. Martina hat für den Gewinner/die Gewinnerin zur Verfügung gestellt:





Achtung, bitte beachten: Martina versendet ihre Nudel nicht, also nur etwas für diejenigen, die in der Nähe wohnen oder einen Kärnten-Aufenthalt planen



Verseift


Seifen, also handgemachte Naturseifen hat die Kärntnerin auf einem Kärntner Kunsthandwerksmarkt kennen- und lieben gelernt. Und ist dann auf die Seifensiederin gekommen.

Naturseifen selbst zu machen ist ja schon richtig IN, Anleitungen findet man überall im Internet, es gibt Kurse. Als Barbara Freyberger angefangen hat, da war das noch nicht so. In alten Büchern hat sie Rezepte gefunden, ausprobiert und durch Fehler und Erfolg gelernt. Diese Anfangsschwierigkeiten gehören der Vergangenheit an. Jetzt läuft alles wie geschmiert, sozusagen. Die Zutaten für ihre Produkte sind von bester Qualität und natürlich aus kontrolliert-biologischer Produktion. So gut sind ihre Seifen, dass sich auch die Therme Bad Blumau schnell dafür interessiert und ihre Produkte nun im Angebot hat und für kosmetisch Anwendung verwendet.  Ein Besuch in ihrem Online-Shop lohnt sich alleine schon wegen den schönen Fotos. Neben den verschiedensten Seifen wie zB 100 Rosen, rosa Tonerde oder Lavendel-Koriander findet man dort auch Haarwaschseifen, Körperkonfekt, Badestangen, Öle und noch viel, viel mehr...



3. Die Seifensiederin hat ein kleines Seifenpäckchen geschnürt, es enthält:


1 Seife
1 Milchbad
1 Badestange


Die Floristin gehört zur Familie und versorgt die Kärntnerin mit Deko, am liebsten aus Naturmaterialien. Deshalb haben die Kärntnerin und die Floristin sich aufgemacht und waren im Wald. Dort haben sie sich durch den Akaziendschungel gekämpft und Lianen geerntet. Für diese schönen Lianenkränze. Waldrebe ja eigentlich, aber die Ausmaße die sie annimmt, erinnert eben an Tarzan der sich durch die Wälder schwingt und deshalb bleibt es bei diesem Namen: Lianen. Einen hat die Kärntnerin auf ihrem Esstisch, ein zweiter hängt an der Tür. Ein weiterer sucht ein neues Zuhause...


4. Lianenkranz

 



5. Die Kärntnerin hat ein Körbchen gefüllt und hineingetan: 

1 x scharfer Essig

hausgemachter Veltliner Essig mit Lemon Drop Chilli


1 x Traubenconfit

vom Gelben Muskateller mit Safran und Kardamom

1 x eingelegte schwarze Nüsse




6. Und der Winzer lässt 3 Flaschen Wein springen


1 x Chardonnay

der von den A la Carte Verkostern 91 Punkte bekommen hat
 (nur ein Weinviertler Chardonnay wurde besser bewertet)

1 x Gelber Muskateller

dieses Jahr besser als die meisten Steirischen Muskatell, behaupten die Kärntner


1x Grüner Veltliner Midway

Herzibinki (=österr. für Liebkind) vom Winzer


Teilnahme:


Jeder Kommentar zu diesem Artikel nimmt an der Verlosung teil. Bitte nur EINMAL kommentieren. Teilnehmer ohne eigenen Blog, geben bitte Namen UND Wohnort an, um Verwechslungen auszuschließen.

Achtung verschiedene Lostöpfe! Da Martina ihre Nudeln nicht versenden kann und viele sehr weit weg wohnen und die anderen Gewinne natürlich immer Geschmackssache sind, gibt es für jeden Gewinn einen extra Lostopf. Also bitte dazuschreiben, welcher Gewinn euch glücklich machen würde, Mehrfachnennungen sind möglich!

Außerdem würden sich der Winzer und die Kärntnerin über einen Eintrag in die Leseliste (da rechts drüben...) freuen, das ist aber keine Teilnahmebedingung.


Viel Glück!

Teilnahmeschluss: 5. November 2012 um 23:59!

Gesunder Snack II Pommes Frites oder doch nicht?

Ein ruhiger Abend, Fernseher, Weinglas, etwas zu Naschen?



 Im Winzerhaus darf es etwas Herzhaftes sein. Chips und Co sind schon lange nicht mehr das richtige für die Kärntnerin, der Winzer kann sich mit Nüssen oder sonstigem Gesundem aber eigentlich nicht anfreunden. Die Zucchinichips haben die Feuerprobe aber schon bestanden und mit diesem Erfolg im Hinterkopf, probiert die Kärntnerin wieder was Neues. Pasternaken-Sticks aus dem Ofen. Und siehe da, dem Winzer ist gar nicht aufgefallen, dass das gar keine Erdäpfel sind...



Pasternaken-Sticks aus dem Ofen


1 große Pasternake (ergibt ein Blech voll Sticks)
1/2 TL (nach Geschmack) frisch geriebener, getrockneter Chili
1/2 Tl frisch gemahlener Pfeffer
1TL Paprikapulver
1TL Salz
1EL Olivenöl



Pasternake in Sticks schneiden, in einer Schüssel mit Olivenöl, Salz und Gewürzen vermischen, auf einem Blech mit Backpapier verteilen (nicht überlappen) und bei 200°C (am besten mit Umluft) 35-40 min backen. Fertig. Flasche Wein öffnen, Glas eingießen. Genießen. 
Und fast schneller weg als ein Foto fertig ist.

Do you love what you do? L & L, Teil 2

Liebe und Leidenschaft war das Thema, nur zur Erinnerung. Von einem manchmal ruhigem und doch wieder aufregendem Leben war die Rede, von Freude und Spaß und schönen Erlebnissen. Von romantischen Kellergassen, unterirdischen Weinkellern, Weingärten soweit das Auge reicht, ein Leben von und mit der Natur. Ein Traumleben also. Naja, nicht immer...

Zurück zum Anfang. Einfach war und ist das Winzerleben meistens dann doch nicht. Begonnen haben der Winzer und die Kärntnerin mit Allem und doch mit Nichts. Die Weingärten waren schon da, mit Liebe gepflegt von den Winzer Eltern.Traktoren und Fässer, Presse und Keller, alles vorhanden. Nicht mehr sehr neu, aber funktionstüchtig. Einiges an Wissen hat der Winzer aus der Schule mitgebracht, und sich mehr im Laufe der Zeit angeeignet. Die Kärntnerin war voller Ideen und Visionen. Große Pläne, große Wünsche. 
Klingt gut, für einen Anfang. Sollte recht einfach werden. Oder?

Die andere Seite der Medaille: Nur eine Hand voll Kunden, kein Geld für Neuerungen oder Marketing, keine ach-so-wichtigen Kontakte, die einem weiterhelfen. Kein bekannter Name und ein Land voll guter bis sehr guter Winzer mit Top Weinen, zu spät dran für das Weinwunder nach dem Weinskandal. Misstrauische Menschen, die nur Weine von bekannten Winzern verkosten, Gastronomie die schon (günstigere, bessere...) Lieferanten hat. Verschlossene Türen, wohin man auch schaut.

Für den Winzer und die Kärntnerin war trotzdem klar: Wir schaffen es. Mit Qualität und Liebe zum Produkt. Neue Flaschen und später auch neue Etiketten mussten her. Messestände, Vinothekbesuche, Verkostungen. Bitten und betteln um Termine, um Möglichkeiten, die Weine präsentieren zu dürfen. Und dabei immer auf das liebe Geld schau'n. Und dann sind da natürlich Frost und Hagel, Trockenheit und Rebkrankheiten und die Sache mit dem Bio, aber dazu ein anderes Mal.

Etiketten Evolution

Nach 2 Jahren waren die beiden am aufgeben. Ernsthaft. Deprimierend, immer das gleiche Lied bekamen die beiden zu hören. "Ja, eure Weine sind gut, aber..." So oft dieses aber. Aber was? "Ihr seid doch noch jung, müsst euch beweisen." Schön und gut. Nur wie die Zeit bis dahin überstehen?
Wenn das Geld vorne und hinten nicht reicht und im Nebenerwerb die Zeit für die anfallende Arbeit nicht ausreicht, muss man sich Gedanken machen. Weingärten reduzieren und ein Hobby daraus machen? Es war im Gespräch. Der Winzer hat beschlossen: Nein, er will Winzer sein. Ein ganzer, Winzer, kein Freizeit-Winzer, kein ich-mach-nebenbei-ein-bissl-Wein-für-mich-und-meine-Freunde-Weinbauer. Koste es was es wolle. Die Kärntnerin war einverstanden, sie war sowieso immer dafür.
Und dann, die Wein so machen, wie er dem Winzer und der Kärntnerin schmeckt, natürlich jedes Jahr verbessern und tüfteln, aber bei dieser Linie bleiben? Oder sich selbst verraten und Weine machen, wie so viele andere auch, 'normaler' und 'massentauglicher' sind, aber eben sich vielleicht auch leichter verkaufen lassen? NIE!

Nun kehren wir zurück zur Leidenschaft. Da ist sie wieder. Sie hält einen davon ab, alles hinzuschmeissen, gibt Kraft und sie zeigt einem neue Wege auf. Mit Leidenschaft und Liebe ist zu schaffen, was unmöglich scheint. 
Warum sonst hirscht ein Winzer in der Nacht durch die Weingärten? Was sonst treibt ihn dazu, sich nach einem 8-stündigen Arbeitstag am Abend, wenn es zu dieser Jahreszeit schon dunkel wird,  noch für ein paar Stunden in den Keller zu stellen? Was bringt die Kärntnerin dazu, anstatt sich mit der "Frauenarbeit" am Weingut zufrieden zu geben, im Keller mit kaltem Wasser zu 'pritschln' (also sich von oben bis unten beim Waschen der Weinpresse nass zu machen), schwere Schläuche zu schleppen und sonstiges anstrengendes Zeug zu machen, um ihren eigenen Wein zu produzieren? 
Leidenschaft. Wichtig ist dabei nur, zu wissen was man unbedingt will, zu spüren, dass es das richtige ist und alles daran zu setzen es zu erreichen. Sich Fehler einzugestehen und neue Wege zu gehen. 
Und dann, langsam ist ein erstes Ziel in Sicht. Der Weg dahin, nur eben etwas anders, als gedacht.

Dieser 'andere' Weg, der wurde belächelt, oft Köpfe geschüttelt. Keiner hat es gewagt, die beiden und ihre Pläne offen als dumm zu bezeichnen, das (noch) nicht. Langsam hat man sich aber daran gewöhnt, an die zwei Verrückten, mit ihren seltsamen Ansichten und ihre Art, Wein zu machen und sich selbt und diesen zu vermarkten. Und man muss zugeben, hinter vorgehaltener Hand natürlich nur, so ganz blöd haben sie sich doch nicht angestellt. Ein bisschen Erfolg haben sie schon zu verzeichnen. Der Betrieb fängt an, sich auszuzahlen. Ein Ruf eilt ihnen jetzt schon voraus, die Neugierde ist geweckt, immer mehr Besucher sind begeistert. Und immer seltener bekommen der Winzer und die Kärntnerin dieses 'aber' zu hören.

   Zum Schluss, ein paar Dinge zum nachdenken... 

Wie stolz ist man auf Erfolg, wenn er einem einfach so zufliegt, es einfach war?
Oder wenn ma ihn sich erkämpft hat?
Was bist du bereit zu investieren, um glücklich zu sein?
Und liebst du das, was du tust?

Der Winzer und die Kärntnerin freuen sich sehr, sehr über jeden eurer Kommentare, Mails und Nachrichten auf Facebook!

Ein schöner, verregneter Regen-Tee-Weltbrottag

 Nach dem kleinen leidenschaftlichen Beitrag von gestern, sollte ja erst einmal noch ein Tag vergehen, bis zur Fortsetzung.


Aber dieser Tag, der fordert einen kleinen Einschub. Regentag-Special. Warum? Das Weinviertel, besonders der Teil, in dem der Winzer und die Kärntnerin zuhause sind, zählt zu den trockensten Regionen Österreichs, in diesem Jahr war es wohl eindeutig die trockenste. Wenn es überall schüttet, in Pillersdorf fällt kein Tröpfchen vom Himmel. Der Wetterbericht sagt es voraus und meistens doch NICHTS. Die Weingärten sind durstig, der Garten muss ständig gegossen werden, nicht einmal das Unkraut hat genügend Wasser zu wachsen. So ein Regentag, wenn er dann endlich einmal da ist, muss also zelebriert werden.


Also, die Kärntnerin staubt die Teekanne ab holt die Teekanne aus der Kredenz, zündet ein Kerzal an und zieht sich warme Socken an und macht sich bereit das Geplätscher draußen zu genießen und es sich mit Laptop und Tee am Esstisch gemütlich zu machen. Der Johnny ringelt sich zufrieden am Sessel daneben ein und stellt den Motor an. Ein Tag um im Haus zu bleiben. Herrlich.


Doch dann sind keine Erdäpfel mehr im Haus, ein Kürbis sollte geerntet werden und die Schweinerei (3mal Meerschweinchen, wer das noch nicht weiss) quietscht sich die Seele aus dem Leib nach etwas saftig Grünem. 


Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Schon einmal gehört? Die Kärntnerin kann solche Weisheiten nicht ausstehen, ganz Sturkopf braucht sie das doch nicht und verlässt das Haus meist doch in der Kleidung, die auch bei Sonnenschein reichen muss. Heute nimmt sie den Spruch aber endlich einmal ernst, schlüpft in Regenjacke, -hose und Gummistiefel und ab in den Garten. Und siehe da, das Leben ist so einfach, wenn man sich an weise Sprüche hält. Warm und trocken endet der Ausflug durchs kalte Nass und macht (ja ehrlich) Spaß!

Wieder in der warmen Stube wird der Weltbrottag begangen. Die Kärntnerin hört den Ruf *klick* des Brotes und bäckt. Das "richtige" Brot überlässt sie denen, die das besser können, mehr Geduld haben und einen besseren Ofen. Aber dieses Ruck-Zuck-Brot mit Käse und Rosmarin gelingt sogar den Ungeduldigen und hat deshalb schon lange im Rezeptbuch eine Seite gefüllt. Es schmeckt besonders warm sehr gut, zu einem Glasal Wein zum Beispiel, augenzwinker..
Oder kann zu einem Aufstrich (Liptauer!) gereicht werden.

 Ruck Zuck Rosmarin Käse Brot

 

300g Weizenmehl
100g Butter
1 TL Salz
2 TL Backpulver
100g Bergkäse (oder mehr, nach Geschmack)
2 Eier
1/8l Milch (eventuell weniger bei großen Eiern)
1EL Rosmarin


Alle trockenen Zutaten mit der Butter verkneten, dann die Eier und zum Schluss die Milch unterrühren, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Teilen und 2 kleine Laibe formen. Im Backofen auf 250 °C vorheizen, 5 min backen, dann Hitze reduzieren und bei 200 Grad weiter 25 Minuten goldbraun backen.

P.s.: Das hält im Winzerhaus nicht lange, die Kärntnerin hat es noch heiss gefuttert (deshalb auch erst später das verwackelte Foto bemerkt, aber da war nichts mehr da, für ein neues Foto), dem Rest wird der Winzer beim Heimkommen den Garaus machen. Aber frisch schmeckt es am besten und bei der schnellen Zubereitung zahlt sich auf Vorrat backen auch nicht aus.

Liebe und Leidenschaft

Nach der Geschichte vom Anfang der Liebe, folgt jetzt die Geschichte von der Leidenschaft.

Keine Angst, es bleibt jugendfrei! Etwas behalten der Winzer und die Kärntnerin schon für sich... 

Also, diese ist eine Leidenschaft, die sie teilen und die ihr ganzes Leben bestimmt. Natürlich, ihr habt es erraten, es ist: der Wein. Halt, nicht wegklicken - kein Interesse an Wein? Der Wein an sich bleibt auch nicht Gegenstand der Erzählung, vielmehr dreht sie sich um echte Freude an etwas, um eine Leidenschaft, die jeden Tag versüßt, und nie Langeweile aufkommen lässt. Eine Aufgabe, die so schön ist, dass auch in schweren Zeiten Aufgeben niemals in Frage kommt. Die eine Sache, die einem den Mut gibt, Risiken einzugehen. Eine Arbeit, die hart sein kann und doch so unendlich viel Spaß und Freude bereitet, dass es eigentlich nie nur Arbeit, sondern gleichzeitig Lebensinhalt, Liebhaberei, Passion und Ausgleich ist.

Die Öhlbergkellergasse im Weinviertel, das Zuhause vom Winzer und der Kärntnerin

Eine Leidenschaft, nicht nur zu dem alkoholischen Getränk, sondern zu den Weingärten, der romantischen Kellergasse, den Rebstöcken, der Arbeit im Freien und im Lauf der Jahreszeiten, dem Vinifizieren und dem Verkosten. 


Weinlese und frisch gepresster Traubensaft

Die Geschichte dieser Leidenschaft wird es in mehreren Teilen geben. Vielleicht ein Anreiz zu überlegen, dass Arbeit nicht nur dazu da ist, Geld zu verdienen und auf das Wochenende zu warten, damit das "richtige" Leben wieder anfängt. Sondern, dass Arbeit, das Leben sein kann. Ein spannendes Leben, ein erfülltes Leben, ein schönes Leben!
Los gehen wird es...


Der Herbst verändert die Weingärten

 ...mit der persönlichen Geschichte der Liebe vom Winzer und der Kärntnerin zum Wein,


dann folgt eine kleine Vorstellung von Menschen, die ihre persönliche Leidenschaft zu ihrer Arbeit gemacht haben (inkl. einer kleinen Verlosung von tollen Produkten, also aufgepasst!)

Und schließlich wird es auch ein paar Tipps für all diejenigen geben, die bis jetzt nicht viel mit Wein am Hut hatten, ein leicht erklärter Einstieg in die Weinwelt sozusagen...

stay tuned

Noch etwas zum Confit und gesunder Snack mit Suchtgefahr

Noch einmal Traubenconfit. Und dann Chips, nur nicht die normalen, sondern gesund und  aus dem Ofen. Da will man dann die anderen gar nicht mehr.

Die Kärntnerin hat sich gefreut, dass ihr Confit so gut ankommt und da einige Fragen aufgetaucht sind, gibt es heute noch ein paar Tipps zur Verwendung von Traubenconfit.

Wildragout
Der Winzer und die Kärntnerin gehören nicht so zu den Süßen, deshalb fällt das Traubenconfit immer eher weniger süß aus und passt deshalb sehr gut zu deftigen Speisen, besonders zu Wild. Einmal die übliche Preiselbeermarmelade weglassen und Traubenconfit probieren

Käse
Käseplatte mit  Traubenconfit, Chilimarmelade und schwarzen Nüssen, Baguette und ein Glas Weisswein. Bringt die Kärntnerin zum schnurren und Gäste zum staunen!

Saucen
verfeinert Saucen,  nicht übertreiben, weniger ist mehr. zB zu einem rosagebratenen Schweinsfilet
oder knusprigem Hendl

Dressing für Salate
auch hier ist weniger mehr, ein kleiner Löffel Confit, Essig, Öl und ein Salat mit gebratenen Putenstreifen bekommt das gewisse Etwas

Simply Sweet
einfach aufs Butterbrot, Semmal, Croissant oder Butterzopf

Viel Spaß beim ausprobieren.

Chips mit Suchtfaktor

So und schon geht es mit Essen weiter. Gesunder Snack. Zucchini. Schon wieder. Halt nicht wegklicken, weiterlesen... es wird gut, also sehr gut eigentlich.

so schnell kann man gar nicht fotografieren, wie die Chips weggefuttert sind

Noch immer gibt es Zucchini im Garten. Zu dieser Jahreszeit hängen sie aber sogar der Kärntnerin schon (fast) zum Hals heraus. Aber verarbeitet müssen sie werden. Also werden im Winzerhaus Zucchinichips aus dem Ofen produziert. Ganz knusprig und leicht ist das Ergebnis, die besten selbstgemachten Chips überhaupt. Wenn sie erst einmal gelingen. Dafür sind erst einmal ein paar Durchgänge notwendig, bis alles so funktioniert wie gedacht. Zu heiss, zu schwarz geworden, gar nix, zwar goldbraun, aber noch letschat (also das Gegenteil von knusprig)... Eine Aufgabe.  Aber das Ergebnis überzeugt Winzer und Kärntnerin und schreit nach Wiederholung!

  • Zucchini in Scheiben schneiden, nicht zu dünn, ein paar mm dick
  • Beidseitig dünn mit Öl bepinseln, oder Ölspray verwenden, wer so etwas besitzt. 
  • Auf Backpapier nebeneinander auflegen Oder: Backpapier ganz dünn mit Öl einpinseln, Scheibchen auflegen, 2. Seite der Zucchini bepinseln
  • salzen
  • im Backrohr bei ca 100°C (Temperatur eventuell austesten, der Ofen der Kärntnerin ist nicht mehr der neueste) 1,5 Stunden backen. Nach der Hälfte der Zeit wenden. 
Am Ende sollten die Chips goldig braun und ganz knusprig sein. Wenn nötig noch etwas salzen und bald verspeisen, sonst werden die Chips wieder weich.

Eingekocht. Die Weingärten im Glas


In den Weingärten sind die Trauben reif, die Herbstsonne lacht vom Himmel und die allerschönsten Weinbeeren werden von der Kärntnerin persönlich ausgesucht. Die dürfen nicht in die Flasche, sondern ins Glas. Während im Weinkeller die Weinpresse heissläuft und schon der erste Sturm vor sich hingärt (und der Winzer seine Schätze dabei ganz genau überwacht), sucht die Kärntnerin ihren größten Topf aus der Speisekammer und rebelt die Trauben hinein.
Dieses Jahr schwebt ihr etwas vor, ein Rezept, das schon länger in ihrem Buch darauf wartet, ausprobiert zu werden. Und nach dem rebelni, dem einkochen und mörsern, dem durchpassieren und abfüllen, sind sie fertig. Die hübschen Gläschen. Mit einem Inhalt, den man sowohl süß als auch sauer verwenden kann und KÖSTLICH schmeckt!


 

       Traubenconfit 

Originalrezept, abgewandelt

250g Trauben und 250 g Traubensaft 500g Trauben
250ml Wein
2EL Balsamico Veltlineressig hausgemacht
eine Prise Salz
1 2 EL Honig 
250g Zucker Gelierzucker 1:3
Gewürze nach Belieben (zB Lorbeer, Pfeffer, Safran, (alles eher weisse Trauben), Zimt (rote Trauben) Kardamom, Chili, Rosmarin...) der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt.


Originalrezept: Trauben halbieren und entkernen, mit Zucker und dem Honig karamellisieren lassen, mit Essig ablöschen, mit Wein auffüllen. Einreduzieren lassen. Salz zugeben, mit Traubensaft auffüllen und nochmals einreduzieren lassen.

Da die Kärntnerin gleich 2kg Trauben auf einmal und das gleich 3mal verarbeitet hat, ist das Rezept etwas abgewandelt worden. Halbieren und entkernen dauert sonst ja ewig. Und für das lange Einreduzieren reicht die Geduld nicht, also hat sie Gelierzucker verwendet.

Die Trauben mit dem Honig karamellisieren, mit dem Essig ablöschen und mit Wein auffüllen. Etwas köcheln lassen. Dann durch die Flotte Lotte passieren. Salz und Gewürze einrühren und etwas einreduzieren lassen. Mit Gelierzucker noch einmal aufkochen und in sterile Gläser füllen.

Es funktioniert auch mit entsafteten Trauben bzw. fertigem Traubensaft. Nur wird das Ganze dann ein richtiges Gelée, mit der Flotten Lotte eher marmeladiger und fruchtiger.

Vor dem Alkohol im Wein braucht übrigens niemand Angst zu haben, beim einkochen verdampft er  vollständig. Wer trotzdem seine Bedenken hat, der nimmt einfach Traubensaft, sollte dann aber weniger Zucker nehmen, oder für etwas mehr Säure sorgen!
 




Schon fast kitschig - Die Geschichte vom Glück



Es war einmal, so fängt doch jedes Märchen an...

Beim Winzer und der Kärntnerin war nicht einmal, es war gerade wieder. Das Weinlesefest. Jedes Jahr im September, genauer gesagt am letzten Wochenende des Monats, 3 Tage lang, in der kleinen Weinstadt Retz, wird gefeiert. Ein Stadtfest sozusagen und alles dreht sich um den Wein. Ein Umzug der WinzerInnen mit Wagen und Traktoren, Weinberggoaß und Bacchus, Wein der aus dem Stadtbrunnen fließt, Sturm natürlich, regionale Köstlichkeiten, Feuerwerk… 



Zufällig hat es die Kärntnerin einmal dorthin verschlagen. Bei strahlender Herbstsonne und in allerbester Laune haben die Kärntner Dirndln beschlossen: „Im nächsten Jahr kommen wir wieder“. Gesagt, getan. Diesmal aber mit dem Zug angereist, schließlich will frau sich ja Sturm und Wein schmecken lassen. 


Und jetzt kommen wir zum Glück. Die Kärntnerinnen waren nämlich, anders als geplant, ohne männlichen Anhang Begleitung unterwegs. Um genau zu sein, die Begleitung unserer Kärntnerin hat beschlossen nicht mitzukommen. Also, Glück für den Winzer. Einen Ausflug, den sie ein Jahr im Voraus geplant hat lässt sich die Kärntnerin nicht entgehen, Begleitung hin oder her. Wieder Glück für den Winzer.
Der Winzer war derweilen mit der Weinlese beschäftigt. Und eigentlich war er müde nach dem langen Tag und wollte zuhause bleiben. Dann hat er sich aber doch überreden lassen, von seinen Freunden, noch kurz auf das Fest zu fahren. Soviel zum Glück für die Kärntnerin.


Getroffen hätte sich die beiden aber sicher trotzdem nicht, hätte nicht die Kärntner Freundin einen Weinviertler Freund von früher gekannt.
Und schwupdiwup saßen sich die beiden gegenüber, mussten sich zwangsläufig unterhalten. Das hat dann besser geklappt als gedacht, das mit dem unterhalten und überhaupt. Und dass der Winzer am Ende die Nummer der Kärntnerin in sein Handy eingespeichert hat, liegt vielleicht auch daran, dass die Kärntnerin schon ein bissl einen Schwips vom Sturm und vom Wein gehabt hat und ihn am Ende frech gesagt hat: „Wenn du mich anrufen willst, wirst du schon nach meiner Nummer fragen müssen“.
Auf der Suche war keiner von beiden, gefunden haben sie sich trotzdem. 



Hui das war aber knapp. Also, wenn der Winzer nicht oder wenn die Kärntnerin nicht alleine… naja ihr wisst, was ich meine. Sonst gäbe es die beiden so nicht und diesen Blog auch nicht. Nicht auszudenken! Also vielleicht war es ja nur viel Glück oder doch ein bissl Schicksal, bei so vielen glücklichen Zufällen... Oder wie seht ihr das?