Nicht widerstehen können



Im Garten ist der Schnee weg. Thymian, Rosmarin und Bohnenkraut haben den Winter unter der weißen Decke gut überstanden, der Petersil auch und ein bisschen Rucola ist auch noch übrig. Und dazu gibt es die ersten Kräuter im Topf. Keine Schönheiten, eher blass, fast etwas kümmerlich. Trotzdem hat die Kärntnerin nicht widerstehen können und sich ein bissl was mitnehmen müssen. Für das kleine Indoorkräutergartl.





Können ein paar so mickrige Kräuter glücklich machen? Unglaublich, aber ja. Der Winzerhaushalt war für den Winter recht gut versorgt mit getrockneten und eingefrorenen Kräutern und trotzdem... Ein Spaziergang durch den Garten und dazu die Ernte der frisch erstandenen Kräutln und irgendwie schaut die (Koch-)Welt anders aus. 

Alles wirkt gleich aufgepeppt. Und obwohl der Frühling noch weit weg ist, hat die Kärntnerin sich dann zumindest etwas Frühling auf ihr Frühstückssemmal gezaubert.


Der einfachste und liebste Frühlingsaufstrich der Kärntnerin


2/3 Topfen
1/3 Margarine (laut Originalrezept) oder Crème fraiche (Kärntnerin)

  und dann nach Lust, Laune und Verfügbarkeit kombinieren:
viele frische (tiefgefrorene) Kräuter, am besten unterschiedliche
     wie zB Schnittlauch, Petersil, Liebstöckel (wenig), Estragon, Thymian, Bohnenkraut
Wildkräuter, Rucola, Bärlauch...
Frühlingszwiebel
Rotkraut
Karotte, Radieschen (fein geraspelt)
Salz und Pfeffer



So schmeckt der Aufstrich immer etwas anders und wird nie langweilig.
Er passt auch gut als Dip zu gekochten Erdäpfeln, Erdäpfelpuffern, gebackenen Gemüselaibchen, Rohkoststicks usw. Als Dip kann man die Crème fraiche durch Sauerrahm ersetzen, dann wird er etwas dünnflüssiger und lässt sich besser dippen.