Ungeduld

-1 °C, eisiger Wind, schon fast stürmisch. Es ist der 23. März! Wenigstens scheint die Sonne. Das Outfit für einen Spaziergang besteht aus Schianzug, Haube, Handschuhen, Schal und auch die Kapuze kommt zu Einsatz. Hoffentlich war die Lobeshymne an den Winter nicht daran schuld, dass er sich jetzt so gar nicht verabschieden will.

Aber der Frühling kämpft. Ein Primerl sieht zwar noch etwas zerfledert aus, leuchtet aber schon von weitem gelb und möchte die Blüten endlich ganz öffnen. Ein Schneeglöckchen direkt daneben hält der Kälte dagegen unbeeindruckt stand und die ersten Wild- und Gartenkräuter zeigen sich auch schon. Im Garten könnte es jetzt bald richtig losgehen. Wenn die Temperaturen danach wären.


Beim Winzer und der Kärntnerin gibt es den ersten Röhrlsalat, junge Löwenzahnblätter mit Kürbiskernöldressing. Und weil der Löwenzahn noch sehr winzig ist leisten ihm Vogerlsalat (der den Winter gut überstanden hat) und junge Brennnesselspitzen Gesellschaft. Kleine Ausbeute, aber es schmeckt so herrlich nach Frühling.


Ein riesengroßes Dankeschön an euch alle, die sich mit freuen und so schön kommentiert haben! Die vielen Glückwünsche, die herzlichen Worte... Unbeschreiblich, der Kärntnerin fehlen die Worte, dem Winzer auch.  

D A N K E !

Mithilfe?

Der Winzer und die Kärntnerin haben sich überlegt, sie brauchen Hilfe. Die Arbeit wächst ihnen langsam über den Kopf. 

Besonders gut durchdacht ist das mit der neuen Arbeitskraft aber nicht. Bis die voll einsetzbar ist wird es wohl noch ziemlich dauern...




Normal sein kann jeder..

..besonders sein auch.


Einen Kuchen zu backen ist keine Kunst, kann doch jeder. Eine Torte auch. Eine Geburtstagstorte zum Beispiel. 
Es dürfte sich aber mittlerweile herumgesprochen haben, dass die Kärntnerin beim Backen nicht unbedingt die Beste ist. Ob das jetzt normal ist oder nicht, sei einmal dahin gestellt. Das wäre eigentlich im Winzerhaushalt auch kein Problem, der Winzer ist bekanntermaßen ja kein Süßer. Nur gibt es da eine Ausnahme. SACHERTORTE. Weil die Kärntnerin nicht gerne bäckt bekommt er die aber nie. AUSSER: Er hat Geburtstag. Einen runden Geburtstag, einen besonderen Geburtstag also. Na da kann die Kärntnerin doch nicht anders, sie muss sich an die Sachertorte wagen. 

Folgende Probleme tun sich auf:

1. die Kärntnerin hat noch nie eine Sachertorte gebacken
2. die Kärntnerin bäckt gar nicht gerne
3. die Kärntnerin kann einfach nicht gut backen
4. meistens geht auch das idiotensicherste Rezept auf Grund von Punkt 1, 2 und 3 schief
5. so gerne der Winzer Sachertorte isst, so schnell hat er auch wieder genug. Genau wie die Kärntnerin. D.h. eine halbe Sachertorte reicht vollkommen, ein ganze wird ganz sicher nicht gegessen.

So. Dass die Kärntnerin sich eine Cupcake Mini-Variante ausgesucht hat, hat also also nichts damit zu tun, dass das jetzt gerade 'In' ist oder sie unbedingt etwas ganz fürchterlich Besonderes machen will. Nur wegen der halben Portion. Ob das jetzt besser funktioniert als eine große Torte wird sich erst zeigen.


Wie immer wenn es ums Backen geht hält sich die Kärntnerin genauest an die Rezeptangaben, sonst wird das erst recht nichts. Die Chance lebt, oder?
Und wirklich, der Teig sieht gut aus, alle Zutaten dürften auch wirklich in der richtigen Reihenfolge hinein gewandert sein, es duftet gut und die kleinen Törtchen gehen brav im Ofen auf. Auf den ersten Blick ist die Kärntnerin mit ihrer Backleistung einmal zufrieden. Im Mariellenmarmeladen und Schokokleid sehen sie auch recht annehmbar aus.

Der Geschmackstest steht allerdings noch an. Das wird dann der Winzer entscheiden, ob die Kleinen auch essbar sind.

Und weil beim Winzer und der Kärntnerin immer doch irgendwie alles anders ist, bekommt der Winzer nicht nur Torten im Miniformat sondern auch ein Überraschungsei in Übergröße. Kindergeburtstag? Winzergeburtstag!