Real Food, Baby

Wenn so ein Zwerg anfängt zu essen, dann ändert sich alles. Zumindest die Ansichten darüber, was gesund ist und was ungesund. Fertige Gläschen und Brei, das war der Kärntnerin gleich klar, kommen ihr nicht ins Haus und in ihr Kind. Aber wie macht man es besser? Die Recherche führte von Baby-led-weaning zu Getreidebrei-frei, zu vegetarisch, vegan und Paleo und schließlich von der Zwergen-Ernährung zu einer gesünderen Ernährung für den gesamten Winzerhaushalt.

Der Vegan-Check hat ergeben, nicht kompatibel mit dem Winzerhaushalt. Trotzdem, ein paar tolle Gerichte sind hängen geblieben, hauptsächlich von Attila Hildmann, schöne Abwechslung oft einmal. Super Gemüseideen. Neue Ideen sind auch aus der Paleo-Ecke gekommen, auch Steinzeiternährung genannt, hat ebenfalls ein paar tolle neue Rezepte gebracht und (auf Umwegen) zu hauseigenen Fermentationen geführt. Tolle Bereicherung, aber auch nur zum reinschau'n und nicht zum wirklich 100% leben. Dafür fallen zu viele gute Dinge weg, Pasta vor allem, oder Brot, genauso wie Hülsenfrüchte. Und solange man gesund durchs Leben geht und vom Gesundheitseffekt so eine Einschränkung nicht ganz überzeugt ist, dann ist das eher kontraproduktiv, weil es unzufrieden macht.

Aber die Kärntnerin hat weitergesucht und ist auf das gekommen, was sie eigentlich eh schon (im Großen und Ganzen zumindest) praktiziert. REAL FOOD nennt sich der Trend, der aus dem Fastfood gebeuteltem Amerika herüberschwappt. Reales Essen also. 
Gibt's denn auch irreales Essen? 
Ja, gibt es. 
Einmal Supermarkt und alles ist klar. Fertigpizzen um 2 Euro. Süßigkeiten- und Knabberzeugregale, die doppelt so lang sind wie das Gemüseregal. Getränke die nur aus Zucker bestehen. Fertiggerichte für Babies!!!! Eingeschweißtes, haltbar Gemachtes, die Zutatenlisten überschlagen sich vor lauter E-Nummern. Hauptsache, alles gibt's auch in Bio, dann passt das schon. Bioschokolade, Biochips, Biowurst (eingeschweißt natürlich), Bio-Guacamole (die ein Monat lang nicht braun wird), Biolimonade. Alles ja sicher sehr gesund. Oder?

Also Real Food. Darunter wird von den Anhänger verstanden: Nur Grundprodukte, nicht verarbeitet,  oder zumindest so wenig wie möglich, keine Zusätze, kein raffinierter Zucker. Gute Produkte. Super Ansatz, findet die Kärntnerin.

Macht sie ja eh schon. Also Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten oder aus dem Biokistl, Fleisch wann immer möglich Weidefleisch, Hendln aus eigener Haltung, Eier genauso, Suppenwürze wird selbst gemacht, Joghurt auch. Also eh total trendy, Vorreiter quasi sogar. Vorbildwirkung und so... Äh ja, hüstl.

Ein Packerl fix fertige Semmelknödel stehen da in der Speis, Himmel, die sind einfach flaumiger als die selbst gemachten und so praktisch, wenn's einmal auf die Schnelle Wazane Kasnocken geben soll. Wasser rein, Käse dazu, fertig. Und daneben Fischdosen, Nuri und Co. Ohne die geht's irgendwie schwer. Und Bohnen aus der Dose, weil selbstkochen ja soooooo lang dauert... Und Mayonnaise ist selbst gemacht ja sowas von gut, aber irgendwie ist da doch immer ein Glas im Kühlschrank, weil Ei aufschlagen und Knoblauch schälen und Öl ganz langsam reintröpfeln lassen (die Blitzmayonnaise mit dem Stabmixer hat die Kärntnerin einfach nicht drauf) und dann noch Mixer anpatzen und Rührschüssel dazu und ja. Und Tiefkühlpizza (nicht die für 2 Euro), die braucht der Winzer, wenn er einmal allein ist.

Also auf diesen Schock, wie viele 'Fertiggerichte' im Winzerhaushalt so herum sind, macht die Kärntnerin jetzt gleich einmal ein Doserl Fisch auf und kocht etwas damit. Auf die Idee gebracht hat die Kärntnerin diese Lady hier (*klick). Weil's so einfach und dabei sooooo gut war, teilt sie das hiermit. Und eines noch. Nachkochen lohnt sich!!!!

Pasta con Nuri 

für 2, weil zu scharf fürs Winzerkind


4 Sardellenfilets
1 TL Kapern
Knoblauch
in Olivenöl anrösten, die Chili aus der Nuri Dose dazu, mit einem Schluck Wein ablöschen, kurz köcheln lassen.
Die Zitronenschale und etwas Saft von der Zitrone dazu. Vom Herd nehmen und ein Patzl Butter einrühren, die Nuri in die Sauce legen und kurz schwenken. Pasta al dente kochen. Anrichten.

Zitronenbasilikum hätte gut dazu gepasst, hat die Kärntnerin beim Essen festgestellt und noch schnell ein bissl was drübergestreut...

2 Girls and the City


Die Kärntnerin hat weibliche Verstärkung da und macht frei. Ab in die Stadt. Ohne den Winzer gibt's heute Mädl-Programm. Shoppen und so. Und essen. Und trinken. Und bummeln.
Und los geht's. Zuerst muss das Bäuchlein gefüllt werden, sonst geht gar nichts und dann Spittelberg zur Frau Hoschek.


Die war nicht da, naja das war eh klar. Aber ihre Kollektion. Und die haben sich die zwei Kärntnerinnen ganz genau zu Gemüte geführt. Und ein Sackerl mitgenommen zum nächsten Programmpunkt.


Vom Spittelberg weiter Richtung Naschmarkt. Ein bissl Marktfeeling, ein bissl Kulinarik und ein bissl Uhudler und Schilcherol.


Und dann noch ein Spaziergang durch die Innenstadt, ein klitzekleines Eis in der Eisgreisslerei und zum Abschluss noch ein Glasal am Fluss, man gönnt sich ja sonst nix. 





Und schon ist er wieder vorbei der Tag in der Stadt. Im schönen Wien. So ein Ausflug muss hin und wieder sein, auch wenns jetzt nicht ganz der Hinterhof ist und die Kärntnerin ja eigentlich nur das Weinviertel bereisen wollte. Aber da die Turbohausfrau das Weinviertel besucht, kann die Kärntnerin ja nach Wien, Kulturaustausch oder so... ;-)