Kraftorte im Weinviertel

Das Weinviertel & ein tolles Buch.



Bevor die Kärntnerin ihre Entdeckung von Kultplätzen und Kraftorten, Kalendersteinen und Sagen vorstellt, wird aber ein bisschen ausgeholt, für alle, die ein bisschen weiter entfernt leben...

Kraftort vor der eigenen Haustür

Niederösterreich ist das Bundesland, das die österreichische Hauptstadt Wien umfängt und besteht aus 4/4 (vier Vierteln). Dem Wein-, Wald-, Most- und Industrieviertel. Von den Toren Wiens bis zu den Grenzen zu Tschechien und der Slowakei erstreckt sich das Viertel, das von weitem Land, sanften Hügeln, Äckern und natürlich einem, dem Weinbau geprägt wird.
Besucht wird diese Region vor allem wegen dem Wein und den Kellergassen, einer Besonderheit, die man fast nur im Weinviertel findet. In beinahe keinem anderen Weinanbaugebiet gibt es die 'Dörfer ohne Rauchfang', Hohlwege mitten in den Weinbergen, in denen sich ein Weinkeller an den anderen reiht. Das Weinviertel hat über 1.000 davon. 

Für den Winzer ist das Weinviertel Normalität, die Kellergassen auch. Auf seinen eigenen Keller in der Kellergasse, die zur schönsten des Weinviertels zählt, ist er natürlich schon stolz, aber er findet nichts Außergewöhnliches daran. Gibt es Kellergassen doch zum saufüttern (österr. für im Überfluss vorhanden). Die Kärntnerin sieht das mit anderen Augen. Zwischen Bergen, Wäldern und Seen aufgewachsen hat sie sich nach kurzer Zeit heftig und bedingungslos in diese Landschaft verliebt. In die Weinberge, die Kellergassen, die Weite des Landes und ihre zurückhaltende Schönheit. 
Spontane Ausflüge und Entdeckungsreisen in der Umgebung sind eine schöne Sonntagsbeschäftigung für die Kärntnerin, der Winzer muss mit. Eine Leseratte ist die Kärntnerin obendrein und so hat sie vor Kurzem ein Buch entdeckt, das will sie euch nicht vorenthalten.

  Kraftorte im Weinviertel

Magische Kultplätze

Geomantische Geheimnisse

von Gabriele Lukacs


Stonehenge liegt eigentlich im Weinviertel, Pyramiden und Grabhügel bergen das gleiche Geheimnis und eine Alchemistenküche findet man ausgerechnet in einer Kirche.

Wer glaubt im Weinviertel gibt es wenig Spannendes, der wird eines Besseren belehrt. Auf über 200 Seiten werden, äußerst kurzweilig und mit schönen Bildern versehen, besondere Ecken im Land bis über die Grenzen hinaus nach Tschechien vorgestellt.
Kraftorte und Kultplätze und ihre Geheimnisse, wie zum Beispiel die Rolle von Rosenkreuzern und Templern. Verschwundene Schlösser, versunkene Kirchen und mysteriöse hohle Säulen. Sagen rund um die Herkunft von Megalithen. Und in einem Land mit vielen Kirchen, Kapellen und Marterln ist auch der Teufel allgegenwärtig: Teufelswand und Teufelsfelsen zeugen davon.

Für den nächsten Ausflug kommt  Stonehenge dran. Die Kogelsteine bei Eggenburg sind die wahrscheinlich älteste Sternwarte Österreichs. Bereit vor 8.000 Jahren beobachteten die Menschen hier die Gestirne. 

Besonders aufgefallen sind der Kärntnerin auch die Parallelen zwischen Keltischen Hügelgräbern und äqyptischen Pyramiden, die zu einem Naturschauspiel zur Winter- und Sommersonnenwende führen. Fix vorgemerkt im Kalender, das muss live beobachtet werden.

Auch der 'Hausberg' vom Winzer und der Kärntnerin, der Kalvarienberg in Pillersdorf, ist mit dabei im Buch. Vom Gemüsegarten aus ist er zu sehen, zu seinen Füßen erstreckt sich ein Teil der Weingärten mit Chardonnay und Grüner Veltliner Reben. Eine besondere Kraft ist den beiden bis jetzt eigentlich noch nicht aufgefallen. Nur, dass es rundherum immer wieder hagelt, die Pillersdorfer Weinberge aber verschont bleiben. Ob das wohl am Kalvarienberg liegt? Wer weiß...

Kalvarienberg, im Buch und mystisch im Novemberlicht
Im Buch werden außerdem Anfahrtwege gut beschrieben und es gibt zu jedem Kraftort Tipps wie Sehenswürdigkeiten in der Umgebung, Radwege, Infos über Führungen etc.

Empfehlenswertes, sehr schönes Buch mit tollen Anregungen zum schmökern und selbst entdecken. Geheimtipps und Hintergründe zu den Kraftorten, teilweise ganz unbekannte Plätze im Weinviertel, die erforscht werden wollen...

Kraftorte im Weinviertel - Magische Kultplätze, Geomantische Geheimnisse
Mag. Gabriele Lukacs
erschienen im Pichler Verlag, Oktober 2012
€ 24,99
ISBN:  978-3-85431-612-1

Novembertage und Upcycling

Grau in grau ist es heute wieder. Der November zeigt sich von seiner triesten, dunklen Seite. Am Wochenende hat sie sich aber blicken lassen, die Sonne und der Winzer und die Kärntnerin haben den schönen Novembertag für einen ausgiebigen Spaziergang genutzt. Und ein paar Eindrücke mitgebracht. 


Sonst ist gerade nicht viel los im Winzerhaus. Ein Zimmer wurde ausgemalt, 2 Tage herrschte Chaos  Haus, ohne Überraschungen läuft hier ja nichts ab. Und so ist nach der Streicherei die ganze Farbe, zusammen mit den alten Schichten, von der Decke gebröselt, ach was sag ich, in Fetzen heruntergehängt wie ein Tapete und durfte von der Kärntnerin abgekratzt werden.  Der ganze Schmutz hat sich dann, auch mit Hilfe vom Winzer und dem aufgedrehten kleinen Johnny, im ganzen Haus verteilt. Dann hat auch noch gleich ein Kasten die Farbe gewechselt undein Nachtkastl und ein Fensterbrett. 
Dem Winzer war das schon wieder zu viel  Farbe, Lack und Staub und er hat das Weite und eine andere Aufgabe gesucht. Fassdauben. Ein altes, großes Weinfass musste kürzlich dran glauben und wurde zerlegt. Die Einzelteile verbastelt der Winzer jetzt zu schöner Deko, zur Freude der Kärntnerin. Eine Lampe soll aus diesen 3 werden.

Und ein paar andere Ideen hat er auch noch, der Winzer. Die Kärntnerin hat mittlerweile das Chaos beseitigt und widmet sich ihren Gläschen und Fläschen. Für den Adventmarkt & das Weihnachtln in der Kellergasse muss noch Einiges fertig werden! 
Die Beschäftigung lenkt ab vom Hochnebel draußen und die schönen Bilder vom Wochenende tun das ihre dazu...



Gemeinsamkeiten von Veganern und Politikern oder wie es vielleicht besser geht

Was haben Veganer mit Politikern gemein?


Viele Politiker machen immer die anderen Parteien schlecht, anstatt ihre eigenen Parteien besser zu machen. Sie finden ihre Ansichten sind die einzig richtigen, die anderen liegen ja sowieso falsch und der Wähler, der muss das doch einfach erkennen. Tut er das nicht, dann werden die anderen eben schlecht gemacht, dem Wähler müssen schließlich die Augen geöffnet werden, oder?
Dem Wähler wird somit erklärt, wie dumm er doch ist, nichts zu begreifen, dem 'Falschen' anzuhängen, er MUSS es doch begreifen, was gut und richtig ist.

Viele Veganer, würden sich gut als Politiker machen, so kommt es einem zumindest vor, wenn man, wie die Kärntnerin, gerne Foodblogs liest. Zum Beispiel die Kommentare auf dem Blog von Alice.

Alice im kulinarischen Wunderland


Alice hat einen spannenden Ausflug in die vegane Welt gewagt. Einige Monate hat sie die vegane Ernährungsweise konsequent umgesetzt, darüber gebloggt und viele tolle Rezepte gepostet. Aus verschiedenen Gründen hat sie sich jetzt aber entschieden, wieder hin und wieder nicht vegane Mahlzeiten zu sich zu nehmen. So weit so gut. Sie hat sich diese Entscheidung aber nicht einfach gemacht, vor allem auch die nicht, das ihren Lesern und Leserinnen mitzuteilen. In den Kommentaren wird klar warum. Während sie die meisten beglückwünschen, diese, für sie alleine, richtige Entscheidung getroffen zu haben und dazu zu stehen, finden das andere gar nicht lustig. Ihre Entscheidung und die anderen angeblich 'veganfeindlichen' Kommentare.
In einem Kommentar wird ihr geraten, sich doch Filme über Massentierhaltung anzusehen um zurück auf den richtigen Weg zu kommen. 

Toleranz sieht anders aus. In vielen Foren und auf Seiten/Blogs geht es ähnlich zu. Andere Ansichten als die vegane sind ebenso wenig erwünscht wie kritische Stimmen. Leider. Die werden eben immer gleich als veganfeindlich abgetan.

Nun stellt sich die Frage: Wie soll man aber jemanden (oder einen Gruppe) etwas glauben oder ihm auch nur positiv gesinnt sein, wenn er einem praktisch sagt, dass man dumm ist, zu dumm zu erkennen, wie schlecht tierische Produkte sind, man ja praktisch seine Gesundheit wegwirft. Dass man nicht tierlieb ist, es ja nicht sein kann, sonst würde man sich gleich anders ernähren. Und wenn man sich nicht noch einen Tierquälerfilm ansehen will, sich nicht rechtfertigen will, es sofort heißt, man ist ignorant und verantwortungslos...
Kann man so etwas lernen, etwas für sich mitnehmen, auch wenn es wirklich etwas Tolles zu lernen gäbe?

Leidende Tiere und ungesundes Fleisch?


Nein, wohl nicht, es kommt einem nur ständig vor, man müsste sich rechtfertigen. Rechtfertigen wofür?
Der Winzer und die Kärntnerin haben einen großen Garten, es gibt viel frisches Gemüse, aus Eigenbau, keine Fertiggeschichten, immer frisch gekocht. Die Eier kommen von glücklichen Hühnern der Schwiegermutter, das Hendlfleisch genauso. Das Wild wurde geschossen vom Herrn J. Forst auch in Kärnten und fachmännisch zerlegt von Herrn und Frau J. Forst und wird zusammen mit dem Lamm, es ist ein Kärntner Weidelamm, das nie einen Stall gesehen hat, direkt aus Kärnten in die Weinviertler Tiefkühltruhe geliefert, das Schweinefleisch kommt von einem bekannten, kleinen Bauern. Wieso sich diesen Genuss verbieten? Keine Massentierhaltung, keine leidenden Tiere.
Die Großeltern der Kärntnerin sind jetzt über 90, mit guter alter Hausmannskost und viel frischem Gemüse aus dem eigenen Garten (!) und FIT, richtig fit. Bis 80 sind sie Schi gefahren! Die andere Oma und die Uroma hatten den 90er auch weit überschritten. Der Opa vom Winzer ist mit 85 bei einem Autounfall gestorben. Er hat jeden Tag zu seiner (nie fleischfreien) Jause Wein getrunken. 
Soviel zu weggeworfenen Gesundheit. Was will man mehr, 150 werden?

Wem Fleisch nichts gibt, dem wird eine vegane Lebensweise auch sicher leichter fallen. Aber wer solche Top-Produkte liebt und gerne isst, der soll sich quälen und sie weglassen? Sich kasteien, es verweigern, anderen neidisch zu sehen beim Essen?
Die Kärntnerin und der Winzer sind sich sicher, ohne Lammstelzerl in Rosé und ohne Hischragout und ohne Eierspeis mit Speck zum Frühstück oder Gebirgsbachforelle vom Grill, da wär' das Leben nur halb so lebenswert! Und die Psyche, die trägt zum Leben so viel bei, nicht weniger als gesunde Ernährung. Das sollten viele bedenken, die sich tagtäglich schwer tun, ihre Vorstellung von dem was Richtig ist, mit dem was sie eigentlich wollen, in Einklang zu bringen...

Wie es vielleicht besser geht...

Oh she glows! heißt ihr Blog, von Innen heraus leuchten ist gemeint. Angela ist Kanadierin und lebt vegan. Die Kärntnerin liest dort schon länger mit. Noch nie war dort etwas zu lesen von vegan sein müssen, oder dass das richtig ist. Keine Moralpredigten, keine Links zu abschreckenden Videos, kein erhobener Zeigefinger.
Keine Tofuwürste, keine veganen 'Schnitzel' dafür fantasievolle und einfache Rezepte, meist ohne Zutaten, die man nur schwer bekommt.
Ihre Erzählungen sind immer positiv und spannend, die Lebensmitteln, die sie verwendet und die postiven Auswirkungen beschreibt sie in leuchtenden Farben und plötzlich möchte man gerne noch gesünder leben. Man möchte nicht unbedingt weniger Fleisch essen, oder weniger Milchprodukte. Sondern besser gesagt mehr Gemüse, möchte Mandelmilch probieren und Chiasamen und vegane Burger kochen, all die Dinge, von den sie so mitreißend erzählt, die so spannend sind, so toll, so gut für die Gesundheit.
Ihre Beschreibungen von den positiven Auswirkungen, mehr Energie, bessere Verdauung, schönere Haut..., schaffen eine Vision von einem besseren, vitaleren Leben. Das motiviert, das lässt nach- und umdenken.

Smoothies statt Morgenkaffee, Salate mit Zutaten an die man vielleicht noch nie gedacht hat, selbstgemachter Knusperriegel statt Schokolade. Der Kürbis-Bohnen-Wrap war der Hit im Winzerhaus, sogar dem fleischliebenden Winzer ist Nichts abgegangen. Er ist immer der Maßstab, schmeckt es ihm ist es ein geniales Rezept und wird wieder gekocht. Motzt er herum, dann muss meist auch die Kärntnerin zugeben, dass es nicht so toll und zumindest verbesserungswürdig ist.

Ein guter Weg. Von Alice und Angela.

Es bleibt also für heute nur noch die Empfehlung, dort einmal hinein zuschauen und sich inspirieren zu lassen und der Wunsch, dass es alle genauso machen würden wie sie. Mehr für die eigene Sache zu sein und weniger gegen die anderen.

And the winner is...


 Eine Verlosung ist lustig. Nun ja, hat die Kärntnerin bis jetzt auch gedacht.



Irgendwie dann doch nicht so ganz. Zuerst einmal hat sich die Kärntnerin mit den verschiedenen Lostöpfen da einen ganz schönen Extra-Aufwand eingehandelt und außerdem hat sie beschlossen, sie braucht keines dieser praktischen Online-Tools für Verlosungen. Die gute alte Methode soll es sein. Zettelchen schreiben, falten und ziehen. Ha, ist doch in kürzester Zeit geschafft. Oder auch nicht.
Liste für die Lostöpfe angelegt. Schreiben, falten, schreiben, falten...

Nun gut, das war trotzdem der einfachere Teil. Ein Zettelchen ziehen, für die Gewinnerin freuen, gleichzeitig aber auch alle anderen als Gewinner haben wollen. Und sich fragen, ob es die Richtige getroffen hat, ob sich nicht jemand anders viel mehr gefreut hätte usw... Und: Warum nur Gewinnerinnen? Ja, es haben viel mehr Frauen mitgemacht als Männer, aber trotzdem schade. Es wäre auch schön, wenn ein Gewinner dabei gewesen wäre. 
Doch die ganze Verlosung noch einmal neu machen? Und für die ein 2. Los, die besonders nett kommentiert haben, dass sie sich so sehr über einen Gewinn freuen würden? Nein, auch unfair. Und vielleicht gewinnt dann genau diejenige, nichts, die jetzt dabei ist und sich über alle Maßen freuen wird...
Also bleibt es bei der ersten, unparteiischen Ziehung.

Dass so etwas so viel Unruhe und Drüber-Nachdenken auslöst, das hätte sich die Kärntnerin nicht gedacht.
Und da es so lange gedauert hat, jetzt hier schnell und einfach: DIE GEWINNERINNEN


1. Das scharfe Pakerl geht  an Nicole
2. Den Gutschein für Martinas Nudlkudlmudl erhält Katrin R. (aus der Heimatstadt der Kärntnerin!!!!)
3. Margit darf sich über die Seifen freuen
4. Ein Lianenkranz macht sich auf den Weg zur Raumfee Katja
5. Kulinarisches von der Kärntnerin geht an Daniela Pertl
6. Und den Wein lässt sich Sabine hoffentlich schmecken

Herzlichen Glückwunsch!

Bitte schickt Eure Adressen per Email an: dwudk (ät) gmx.at damit sich die Pakerln auf den Weg machen können.

Danke noch einmal an ALLE für die Teilnahme.

So, die Kärntnerin schwingt jetzt die Malerrolle und  verschönert wieder einmal...

D A N K E S C H Ö N


DANKE dafür, dass es Euch gefällt, was es hier immer über den Winzer und die Kärntnerin zu lesen gibt.
DANKE für die vielen Besucher, die vielen Leser.
DANKE für all die anregenden, zustimmenden, positiven, konstruktiven, ermutigenden, lieben  Kommentare. Die Kärntnerin freut sich über jeden einzelnen und der Winzer ist begeistert, wieviele es jetzt immer sind.
DANKE für die Emails und die Versprechen den Winzer und die Kärntnerin einmal im Weinviertel zu besuchen.
DANKE für das Interesse am Nudlkudlmudl, der Seifensiederin und der Chilifarm 
DANKE für die Teilnahme am Gewinnspiel 
und vor allem DANKE für das besonders rege Interesse am Weinkostpaket.
Darüber freuen sich der Winzer und die Kärntnerin besonders

Das Ergebnis der Verlosung gibt es am Wochenende, die Kärntnerin sortiert noch die Lostöpfe...

Bitte nicht neidisch werden...

Er geht weiter, der Rundgang durch das Winzerhaus. 
Der Winzer und die Kärntnerin zeigen heute: das Badezimmer.




Also, bitte, bitte niemand muss hier neidisch werden. Ja die Fliesen sind einfach ein Traum, diese Farbe, dieses Muster, mit Seltenheitswert, heutzutage nicht mehr zu bekommen. Der schmale lange Raum hat etwas Spezielles, fast Mystisches, dieses Halbdunkel, mit winzig kleinem Fenster...


Okay, okay, ertappt. KEIN Traumbadezimmer. Keine private Wellnessoase, nicht einmal irgendwie gemütlich. Für die Kärntnerin fast noch schlimmer als die dottergelbe Küche, sie badet nämlich fast noch lieber, als sie kocht. Und in diesem Bad wird nur schnell geduscht und wieder raus. Schminken geht auch nicht, zu wenig Licht. Und sowieso und überhaupt, es erfüllt seinen Zweck, aber überall in den Zeitschriften und Blogs, diese schönen Bäder, so schön dekoriert...
So schnell wie möglich soll das Bad also weichen und ein wunderschönes, gemütliches Wohlfühlbadezimmer soll einziehen. So weit so gut. Die Probleme dabei sind die gleichen wie bei der Küche: wohin genau mit dem Badezimmer bzw. wie diesen Raum besser nutzen und wie bezahlen? Und nur die Fliesen ersetzen bringt Horrorvorstellung vom Stemmen und Schmutz und Staub und Fliesenleger im Haus ...


DIY, wieder einmal


Also, wenig Aufwand, möglichst geringe Investition, maximale Veränderung schwebt der Kärntnerin vor. Selbst machen. Vielleicht hilft ja Deko? Möglicherweise kann man die Fliesen mit irgendetwas tarnen? Mit Regalen zustellen? Geht das? 

Wie schon bei der Küche hilft auch das Internet.

Nach einigen, wenig erbauenden Möglichkeiten, Lösung in Sicht. Angeblich gibt es da diesen Fliesenlack, da kann man alte Fliesen ganz leicht aufbessern. BEGEISTERUNG bei der Kärntnerin. Mit ein bisschen Lack zum neuen Badezimmer? Auch die Bedenken, die zu lesen sind (sieht sicher 'angemalt' aus, hält nicht lange, deckt bei dunklen Fliesen nicht... usw.) halten die Kärntnerin nicht davon ab, es sofort im Baumarkt zu versuchen. Liegt es an der Kleinstadt, oder am besuchten Geschäft? Na jedenfalls verdattertes Gesicht beim Verkäufer. Fliesenlack? Nein so was haben wir nicht. Auch sonst nirgendwo zu bekommen. 
Zurück zum Computer. Also, eine Firma gefunden, die so etwas herstellt. Da braucht man eben diesen Fliesenlack, eine Grundierung, einen Überlack, Anlauger. Hui aufwendig und doch nicht ganz so günstig die Sache. Weitersuchen. Und kurze Zeit später. Gefunden, bei Amazon. Alles-in-einem-Fliesenlack der Firma Wilckens. Leichte Anwendung und preiswert! Ob das was sein kann, ist natürlich die Frage, aber die Kärntnerin MUSS es versuchen, schlimmer kann es ja schließlich kaum werden. 
Bestellt und losgelegt. 

So einfach, wie man es sich nur machen kann...

  1. Fliesen gründlich reinigen (Essigreiniger) 
  2.  trocknen lassen 
  3.  lackieren(mit Schaumstoffrolle)
  4. 24 Stunden trocknen lassen und noch einmal lackieren wenn notwendig (bei den dunklen Fliesen eindeutig JA) 
  5.  FERTIG
die Hälfte ist geschafft


Der Fußbodenfliesen haben ihre alte Farbe behalten dürfen. Nach Herstellerangaben eignet sich der Lack nicht für Bodenfliesen und außerdem, so ein bisschen Kontrast schadet dann ja auch nicht.

Endergebnis: Der Lack hält super und die Fliesen sehen aus, wie genau so gekauft. Für den Preis von rund Euro 70,- und dem Arbeitseinsatz von 2 Tagen ein mehr als überzeugendes Ergebnis. 



Natürlich haben der Winzer und die Kärntnerin dann doch noch etwas mehr Geld ausgeben müssen, also eigentlich unbedingt wollen. Für neue Einrichtung. Die nicht so schöne Dusche, ist durch das große Regal etwas mehr verdeckt, ein großer Spiegel und helles Licht ändern das Erscheinungsbild gleich auch komplett.
Ein wirklich neues Badezimmer soll irgendwann einmal dann doch noch gemacht werden. Aber bis dahin ist es jetzt ein Bad, in dem man sich doch nicht mehr so ungern aufhält, ja es ist beinahe ein bisschen zum Wohlfühlbadezimmer geworden. Und weil es selbstgemacht ist, mag es die Kärntnerin auch gleich noch viel lieber. Und sie freut sich jedes mal wie ein kleines Kind, wenn der Besuch ganz erstaunt fragt: "Wirklich, die sind selbst lackiert die Fliesen????"
Sie bräuchte dann nur die hässliche Ecke neben der Dusche herzeigen, wo ihr der Lack unter das Klebeband auf den Boden geronnen ist (und sich nicht mehr entfernen lässt), dann würde ihr der Besuch das sofort glauben, das mit dem selbst lackieren. 
Aber wer wird so etwas schon herzeigen...