...und ernst gemacht!
Freitag, 14. Juni 2013
Dienstag, 4. Juni 2013
Der Feind in meinem Beet
Vor Jahren, als es die
Kärntnerin in die Großstadt zog, da interessierte sie sich für
eine noch recht neue Sache. Biotechnologie. Es klang
so verlockend, so spannend, so viele tolle Möglichkeiten. Die
Zukunft sah wunderbar aus, alles schien machbar. Der Mensch konnte
endlich selbst erschaffen, verbessern, experimentieren, eine nie
dagewesene Vielfalt schien in Reichweite.
Heute ist die Zukunft.
Zurück zur Natur, alte Sorten und Spezialitäten sind gefragt wie
nie, trotzdem soll die Einfalt wieder, zumindest wenn es nach der EU
geht, der Vielfalt weichen. Überall heisst es nur Bio und Natur pur
und trotzdem sterben Bienen massenweise. Große Konzerne machen
kleinen Produzenten das Leben schwer, die Landwirtschaft erinnert
manchmal mehr an Industrie und viele sehen noch immer keinen anderen
Ausweg, als entweder aufzugeben oder groß und immer größer zu
werden. Inklusive komischer Praktiken, die vielen Landwirten
unverzichtbar erscheinen. Saatgut wird nicht mehr selbst
weitervermehrt sondern jedes Jahr neu gekauft, inklusive der
richtigen Beizmittel, Unkrautvernichter, Pflanzenschutzmittel und
allem anderen was eben notwendig ist.
Diese Praxis ist der
Kärntnerin nicht nur gänzlich unverständlich und ein Gräuel, sie
ist auch äußerst skeptisch was das Ganze nicht nur für die Natur,
sondern auch für die Konsumenten an Auswirkungen bereit hält. Grund
dafür ist vor allem ein Konzern, der in der Vergangenheit schon von
sich reden gemacht hat: Monsanto. Die amerikanische Firma ist schon
vor Jahren zum Feindbild geworden, noch zu Zeiten, als die
Biotechnologie für die Kärntnerin durchaus nicht nur negativ
besetzt war. Und deshalb würde der Kärntnerin nie etwas ins Haus
kommen, wo Monsanto drauf steht oder drinnen ist.
Aus solchen (und auch
noch vielen anderen) Gründen hat sich die Kärntnerin mit viel
Freude und auch einiger Mühe ihr eigenes kleines Paradies
geschaffen. Ein Garten, also eigentlich drei Gärten. Einmal das
Küchengartl, bestehend aus alten Holzbottichen im Hof,
Kräuterhochbeete, die von der Küche aus rasch zu erreichen sind.
Dann der 'kleine, richtige' Garten, das Hausgartl, mit Blumen, Gemüse
und weiteren Kräutern. Schließlich der 'Hendlgarten', wie schon der
Name sagt früher das Reich der Hühner, jetzt wachsen dort Erdäpfel,
Kürbisse, Zucchini, verschiedenste Rüben, Karotten, Kohlrabi, Mais,
Sonnenblumen und was sich sonst noch so gerne ausbreitet und viel
Platz braucht. Dort stehen auch Apfel-, Pfirsich-, Birnen- und
Weichselbäume, Himbeeren, Brombeeren und Ribisel. Rundherum nimmt
eine Blumenwiese langsam Gestalt an und direkt im Anschluss beginnen
schon die Weingärten.
Noch Zukunftsmusik, aber
irgendwann soll dieser Garten das Einkaufen von Gemüse und Obst
komplett unnötig machen, im Sommer ist das schon so.
Im Garten der Kärntnerin
darf vieles wachsen. Selbst Gezogenes und Gekauftes, Geschenktes und
Getauschtes. Auch Un-Beikräuter dürfen in Maßen bleiben. Die
Kärntnerin liebt Sortenraritäten und spezielle Sachen genauso wie
Althergebrachtes, ein buntes Durcheinander, das von Jahr zu Jahr
vielfältiger wird. Dabei ist der Kärntnerin die Vehemenz mit der
viele Naturgärtner nur alte Sorten zulassen und Hochgezüchtetes aus
ihrem Garten verbannen völlig fremd. Hier ist jedes Pflänzchen
willkommen, wird gehegt und gepflegt und bekommt seine Chance, sich
im Weinviertler Klima zu beweisen. Beweisen muss sich hier ja sowieso
alles, Spritzmittel gibt es nicht.
Ein Garten, frei von
Gift, Gentechnik und natürlich Monsanto. Hat sie gedacht. Vor Kurzem
musste sie allerdings lernen, sie hat sich geirrt. Der Feind hat sich
doch glatt unbemerkt den Weg ins Weinviertler Beet gebahnt. Eine
Gurkensorte, vor ein paar Jahren entdeckt, begeistert die Kärntnerin
nämlich so, dass sie großzügig drüber hinweg sieht, dass es eine
neue Zuchtform ist, gar nicht einheimisch und angepasst. Kleine
knackige Gurken, mit weicher Schale, die mitgegessen werden kann.
Ertragreich und unkompliziert, super Geschmack.
Natürlich steht auf der
Saatgutpackung dieser Gurke nirgends etwas von Monsanto drauf, sonst
hätte die Kärntnerin das nie gekauft. Dem Konzern ist mittlerweile
wohl bekannt, dass er in Europa nicht besonders gut ankommt. Was ihn
aber nicht davon abhält eine Saatgutfirma nach der anderen zu
schlucken und weiterhin unter diesem Namen Saatgut zu verkaufen. So
ist es auch der 'Gurkenfirma' der Kärntnerin ergangen.
Die Kärntnerin vermehrt
ihr Saatgut mittlerweile auch noch selbst und kann jetzt nur hoffen,
dass sie jetzt deshalb nicht verklagt wird, das tun die nämlich ganz
gerne, dort bei Monsanto...
Montag, 13. Mai 2013
Vom Aufgeben
Hin und wieder, da muss man etwas
aufgeben.
Zum Beispiel wenn etwas dazu kommt, oder jemand...
Zum Beispiel wenn etwas dazu kommt, oder jemand...
Es ist 'nur' eine Wohnung, eine kleine,
gemütliche. Mit Balkon, ruhig, mit grünem Hinterhof. Am Abend, wenn man draußen sitzt, kann
man die Fledermäuse vorbei flitzen sehen, früh morgens gurren die
Tauben vom Dach. Rundherum pulsiert die Großstadt.
Die Landmenschen bedauern die
Stadtmenschen, sie könnten da nie leben, sagen sie. Der Lärm und der ganze Dreck und
viel zu kleine Behausungen. Staus und keine Parkplätze und dieses
Unpersönliche. Die Stadtmenschen dagegen schauen auf die
Landbevölkerung etwas herab. Bauern eben... Keine Bildung
wahrscheinlich, leben irgendwo am A... der Welt, ohne Kultur, wie
kann man nur?
Die Kärntnerin hat das immer schon locker gesehen, Großstadtliebhaberin durch und durch, den Balkon aber immer voller Pflanzen und Kräuter, Urlaub in Kärnten, in den Bergen, in der Einsamkeit und der Plan, nicht immer direkt in der Stadt zu bleiben. Der Winzer ist da auch recht offen, natürlich, sonst würden die beiden ja nicht zusammenpassen. Na gut, am Anfang war er als eigentlicher Landmensch doch mit einem Haufen Vorurteilen belastet, hat sich von der Kärntnerin aber schnell das Beste an der Großstadt zeigen lassen und die Vorteile zu genießen gelernt.
Das Gelbe vom Ei, aus
beiden Welten, haben der Winzer und die Kärntnerin sich ausgesucht.
Ein Haus im Weingebiet, ein kleiner verschlafener Ort und vor allem
viel, viel Platz. Ein großer Garten, der der Kärntnerin viel Freude
macht, Werkstatt für den Winzer zum basteln. Platz im Hof für
Gartenmöbel, Kräutergartl, Wäschespinne und ein bisschen Rasen
(ach ja und viele, viele Topfpflanzen). Ein altes, kleines Stallgebäude,
das jetzt ganz allein der Meerschweinchenbande gehört. Hauskatzen,
die ein und aus marschieren und segelnde Schwalben komplementieren
die Idylle.
Und wenn das Landleben zu eintönig ruhig ist und sie gerade einmal Zeit haben, dann geht es ab in die
Stadt. Freunde treffen, die Auswahl an Restaurants nutzen, Vinotheken
besuchen, oder am Donaukanal einen lauen Sommerabend genießen. Kein
Auto wird gebraucht, also mus auch keiner fahren, sondern U-Bahn und
Taxi. Ins Kabarett vielleicht, oder ins Musical?
Das Gelbe vom Ei, wie
gesagt.
Aber wem soll man was vormachen, so ein Lebensstil, der
kostet. Der Winzer und die Kärntnerin leben sonst ja nicht auf
großem Fuß. Keine Flugreisen oder Luxusurlaube, kein neues Auto,
kein teurer Schmuck, Designerklamotten oder teure
Einrichtungsgegenstände. Warum? Interessiert sie sowieso nicht,
brauchen sie nicht.
So ist das Leben für beide perfekt.
Nichts, was man jetzt gerne aufgibt. Außer man hat einen Grund.
Wenn so ein kleines Winzerkind
unterwegs ist, dann dreht sich die Welt aber plötzlich in die andere
Richtung, alles erscheint in einem anderen Licht und was bis jetzt
wichtig war ist es nicht mehr so sehr.
Samstag, 11. Mai 2013
Nur noch schnell
Ähm, 'nur schnell', die Kärntnerin hat das so ihre Zweifel... (der Winzer aber auch, nach dem Auspacken ;-))
Mittwoch, 1. Mai 2013
Eine kleine Vorschau und Offene Kellertür
Ein altbekannter Freund hat sich wieder im Winzerhaus niedergelassen und verzögert das Erscheinen regelmäßiger Neuigkeiten aus dem Winzerleben.
Aber die nächste Geschichte ist schon in Arbeit und damit die Wartezeit nicht zu lange wird gibt es heute einmal eine kleine Vorschau darauf. Sie handelt vom Aufgeben und vom Weitermachen, einem Anfang und einem Ende. Gekocht wird natürlich auch wieder etwas, einfach und raffiniert zugleich, ein Frühlings- und Sommeressen, wandelbar und schnell zu machen.
Und wem das nicht genug ist, der macht sich jetzt auf die Beine und besucht den Winzer und die Kärntnerin persönlich. Lässt sich bei Speis und Trank gemütlich in der Kellergasse nieder und fragt genauer nach, was da in nächster Zeit kommt.
Montag, 15. April 2013
Kärntner Bärlauchnudel, kein Schönheitswettbewerb
Keine Schönheiten sind sie geworden, die Nudaln. Aber die inneren Werte zählen und geschmeckt haben sie! Wie die Nudaln beim Profi so schön werden und das Ganze nicht in einem Küchenchaos endet, ist der Kärntnerin allerdings weiterhin schleierhaft.
Gemacht hat die Kärntnerin sie nach dem Kärntner Kasnudelrezept aus dem Buch Kärntner Küche (H. u W. Tschemernjak, C. Wagner, Verlag Carinthia). Nur die Nudelminze, Petersilie und Kerbel ersetzt durch (nicht so wenig) Bärlauch. Serviert mit zerlassener Butter.
Die restlichen Nudel verspeist die Kärntnerin am kommenden Tag 'angebrinscht', also in Butter knusprig angebraten. Noch ein bissl frischen Bärlauch oben drauf. Fertig & Mahlzeit!
Kärntner Bärlauchnudel
Teig:
500g Mehl, griffig
1TL Salz
1 Ei
1 EL Öl
Aus den angegebenen Zutaten und etwas Wasser einen mittelfesten Teig kneten. Zu einer Kugel formen, mit Klarsichtfolie abdecken, rasten lassen.
Fülle:
500g Bröseltopfen (ausgepresster Topfen)200g gekochte Erdäpfel, passiert
80g Zwiebel, gehackt
1-2 EL Butter
reichlich Salz
Bärlauch
100g Butter zum übergießen
Für die Fülle die Zwiebel in Butter anlaufen lassen, mit Topfen, Erdäpfeln und fein geschnittenem Bärlauch vermengen, großzügig salzen.
Zum Füllen, den Teig messerrückendick auswalken, mit einem runden Ausstecher Scheiben ausstechen (Ca. 10cm groß für 18 Stück mittelgroße Nudel). Jeweils ca 1 EL Füllmasse zu Kugel rollen und diese mit Teig umhüllen. Die Teigränder mit den Fingern fest zusammendrücken, sodass die Nudeln beim Kochen nicht aufgehen.
Wer es kann oder sich traut, der 'krendelt' die Nudeln. Dabei werden die Teigränder zwischen den Fingern so zusammengedrückt, dass sie zackenartig abdichten. Video Anleitungen dazu findet man/frau am besten im Internet.
In Salzwasser ca 12-15min kochen. Herausheben, abtropfen lassen und mit zerlassener Butter anrichten.
Mittwoch, 3. April 2013
Pfeiff auf den Frühling, schenk dir Wein ein
Kann denn nicht einmal etwas nach Plan verlaufen? Muss einem denn immer irgendetwas einen Strich durch die Rechnung machen und den ganzen Spaß verderben?
Die Weintour steht an. Der Start in die Kellergassensaison, Frühling im Weinviertel, draußen sitzen und Wein trinken. Der neue Jahrgang soll verkostet, warme Sonnenstrahlen genossen, die erwachende Natur bewundert werden.
Und? Der liebe Frühling kann sich anscheinend nicht aufraffen, oder sich einfach nur nicht durchsetzen gegen den übermächtigen Winter. Momentan Schneewolken und Wind, schweinekalt, grau, grauslich. Am Wochenende soll es ja besser werden, aber wer will sich schon darauf verlassen?
Egal! Der Winzer und die Kärntnerin haben beschlossen: ihnen ist das WURSCHT, jawohl! Und wie. Die pfeifen jetzt einfach auf den Frühling, soll er doch machen was er will. Weil Weintour ist sowieso. Bei welchem Wetter auch immer. Dann wird halt noch einmal der Ofen eingeheizt und die warmen Decken herausgeholt. Auf alle Fälle wird Wein verkostet und Käse dazu gegessen. Nur besonders guter, der vom Bregenzerwälder Käsehaus.
Und wenn es sich der Frühling doch noch überlegen sollte wenigstens vorbei zu schau'n, dann packt die Kärntnerin ihr ganzes Wissen aus, alles was sie in dem Kellergassenführerkurs so gelernt hat und macht mit den Besuchern einen Spaziergang durch die Kellergasse. Zum Schluss gibt es noch ein Glaserl Wein, unter der Erde, im Weinkeller. Währenddessen lässt sich der Winzer mit Fragen löchern, zu seinem Wein, zu den Weingärten und überhaupt zum Leben eben. Bei so einem Glaserl Wein lässt sich halt so schön philosophieren.

Also, das Programm steht.
Eingeheiztes Presshaus beim Winzer und der Kärntnerin
Das gesamte Sortiment steht zur Verkostung
Spaziergang durch die Kellergasse und Kellerführung
Kleine Schmankerln für leere Bäuche
mit von der Partie:
- Bregenzerwälder Käsestrasse mit köstlichem Käse zur Verkostung, für den kleinen Hunger und zum Verkauf
- Weingut Schüller
- Weingut Buchmayer (ebenfalls Kellergassenführungen)
Anreise ohne Auto: Per Zug, Bahnhof Zellerndorf. Email an office@weinbaumayer.at für Abholservice vom Bahnhof.
Samstag, 23. März 2013
Ungeduld
-1 °C, eisiger Wind, schon fast stürmisch. Es ist der 23. März! Wenigstens scheint die Sonne. Das Outfit für einen Spaziergang besteht aus Schianzug, Haube, Handschuhen, Schal und auch die Kapuze kommt zu Einsatz. Hoffentlich war die Lobeshymne an den Winter nicht daran schuld, dass er sich jetzt so gar nicht verabschieden will.
Aber der Frühling kämpft. Ein Primerl sieht zwar noch etwas zerfledert aus, leuchtet aber schon von weitem gelb und möchte die Blüten endlich ganz öffnen. Ein Schneeglöckchen direkt daneben hält der Kälte dagegen unbeeindruckt stand und die ersten Wild- und Gartenkräuter zeigen sich auch schon. Im Garten könnte es jetzt bald richtig losgehen. Wenn die Temperaturen danach wären.
Beim Winzer und der Kärntnerin gibt es den ersten Röhrlsalat, junge Löwenzahnblätter mit Kürbiskernöldressing. Und weil der Löwenzahn noch sehr winzig ist leisten ihm Vogerlsalat (der den Winter gut überstanden hat) und junge Brennnesselspitzen Gesellschaft. Kleine Ausbeute, aber es schmeckt so herrlich nach Frühling.
Ein riesengroßes Dankeschön an euch alle, die sich mit freuen und so schön kommentiert haben! Die vielen Glückwünsche, die herzlichen Worte... Unbeschreiblich, der Kärntnerin fehlen die Worte, dem Winzer auch.
D A N K E !
Sonntag, 17. März 2013
Mithilfe?
Der Winzer und die Kärntnerin haben sich überlegt, sie brauchen Hilfe. Die Arbeit wächst ihnen langsam über den Kopf.
Besonders gut durchdacht ist das mit der neuen Arbeitskraft aber nicht. Bis die voll einsetzbar ist wird es wohl noch ziemlich dauern...
Donnerstag, 7. März 2013
Normal sein kann jeder..
..besonders sein auch.
Einen Kuchen zu backen ist keine Kunst, kann doch jeder. Eine Torte auch. Eine Geburtstagstorte zum Beispiel.
Es dürfte sich aber mittlerweile herumgesprochen haben, dass die Kärntnerin beim Backen nicht unbedingt die Beste ist. Ob das jetzt normal ist oder nicht, sei einmal dahin gestellt. Das wäre eigentlich im Winzerhaushalt auch kein Problem, der Winzer ist bekanntermaßen ja kein Süßer. Nur gibt es da eine Ausnahme. SACHERTORTE. Weil die Kärntnerin nicht gerne bäckt bekommt er die aber nie. AUSSER: Er hat Geburtstag. Einen runden Geburtstag, einen besonderen Geburtstag also. Na da kann die Kärntnerin doch nicht anders, sie muss sich an die Sachertorte wagen.
Folgende Probleme tun sich auf:
1. die Kärntnerin hat noch nie eine Sachertorte gebacken
2. die Kärntnerin bäckt gar nicht gerne
3. die Kärntnerin kann einfach nicht gut backen
4. meistens geht auch das idiotensicherste Rezept auf Grund von Punkt 1, 2 und 3 schief
5. so gerne der Winzer Sachertorte isst, so schnell hat er auch wieder genug. Genau wie die Kärntnerin. D.h. eine halbe Sachertorte reicht vollkommen, ein ganze wird ganz sicher nicht gegessen.
So. Dass die Kärntnerin sich eine Cupcake Mini-Variante ausgesucht hat, hat also also nichts damit zu tun, dass das jetzt gerade 'In' ist oder sie unbedingt etwas ganz fürchterlich Besonderes machen will. Nur wegen der halben Portion. Ob das jetzt besser funktioniert als eine große Torte wird sich erst zeigen.
Wie immer wenn es ums Backen geht hält sich die Kärntnerin genauest an die Rezeptangaben, sonst wird das erst recht nichts. Die Chance lebt, oder?
Und wirklich, der Teig sieht gut aus, alle Zutaten dürften auch wirklich in der richtigen Reihenfolge hinein gewandert sein, es duftet gut und die kleinen Törtchen gehen brav im Ofen auf. Auf den ersten Blick ist die Kärntnerin mit ihrer Backleistung einmal zufrieden. Im Mariellenmarmeladen und Schokokleid sehen sie auch recht annehmbar aus.
Der Geschmackstest steht allerdings noch an. Das wird dann der Winzer entscheiden, ob die Kleinen auch essbar sind.
Mittwoch, 27. Februar 2013
Die Lasagne der was fehlt und doch gar nix fehlt
So ein Lob ist einfach herrlich. Jedes. Immer. Manches aber doch ganz besonders. Dann, wenn es von unerwarteter Seite kommt, irgendwie gar nicht als Lob gemeint ist, sondern einfach nur ehrlich.
Auf der Zertifikatsverleihung zum Kellergassenführerlehrgang hat eine sehr nette Kollegin zur Kärntnerin gesagt: "Wenn ich deinen Blog lese, dann bekomm ich richtig Lust zu kochen." Und sie hat angekündigt Rogger Rabbit nachzukochen. Das hat die Kärntnerin seeeeeehr gefreut. Vor allem, weil der Rogger Rabbit schon mehr Anhänger gefunden hat. Ist aber auch verteufelt gut!
Weil das mit dem Kochen so eine schöne Sache ist, wird heute hier auch wieder was gekocht. Mit dem Rezept kann die Kärntnerin zwar wieder einmal nicht die Lorbeeren für eigene Kochideen abstauben, aber das Original klingt so köstlich und Lasagne ist ja gerade so IN (verzeiht den Sarkasmus an dieser Stelle, ihr wisst schon Wieher-Skandal usw.)
Lasagne der was fehlt und doch gar nix fehlt
Die Kärntnerin ist natürlich wieder genau nach Rezept vorgegangen...- *hüstel* oder auch nicht. Das liegt allerdings nicht daran, dass sie sich einbildet etwas noch viel besser machen zu können, sondern mehr an nicht vorhandenen Zutaten oder anderen, die verkocht gehören.
Zuerst raus in den Weinkeller und ein Fläschchen Wein aussuchen. Entkorken, reinriechen. Mmmmhhhh. Wie schade, dass sie Kärntnerin gerade keinen Alkohol trinkt, sonst würde sie sich jetzt ein Gläschen einschenken und die Kocherei wäre gleich noch einmal so schön. Wellness für die Köchinnenseele sozusagen. Wein, sanfte Kochgeräusche und verführerischer Duft. Vergesst Meer und Sandstrand, Whirlpool und Sauna. Kocht!
Nun gut, so wandert der Rotwein nur ins Essen. Die Kärntnerin röstet Zwiebel und Karotten an, Sellerie und Lauch hat sie nicht, die sind aber Bestandteil der selbstgemachten Suppenwürze und die wird auch verwendet. Mit Rotwein ablöschen, dann eine Dose Paradeiser dazu und jetzt die LINSEN und die Suppenwürze. Ja, Linsen, kein Faschiertes, kein Speck. Vegetarisch! Während das ganze leise vor sich hin köchelt nimmt sie seufzend die Flasche Wein, verkorkt, verstaut sie und holt dafür die Nudelmaschine hervor. Ach nein, die Marcato bleibt wo sie ist, fertige Lasagneblätter müssen aufgebraucht werden und außerdem muss es heute schnell gehen.
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| selbstgemachte Instant-Gemüsesuppe im Glas |
Crème fraiche ist nur mehr ein halbes Becherl da und wird mit einem halben Becherl Sauerrahm verrührt. Das Gemisch schmeckt schon beim Kosten und wird nicht nur als Topping, sondern in jeder Schicht als kleine Klekse untergebracht. Emmentaler & Parmesan oben drauf. Fertig.
Wer nachkochen will, der findet das genaue Rezept HIER.
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| keine Schönheit, aber schmeckt! Linsen-Lasagne |
Der Winzer ist wie immer unfreiwilliger Testesser, er bekommt die Lasagne unter Vorgabe falscher Tatsachen vorgesetzt. Also eigentlich nicht falsch, nur einige Tatsachen wurden verschwiegen. Wegen der vorurteilsfreien Meinung und so hat die Kärntnerin nicht dazugesagt, dass da Linsen drin sind und gar kein Fleisch. Der Winzer lässt sich aber nicht leicht in die Irre führen, hat das mit ohne Fleisch gleich bemerkt, trotzdem schmeckt's!
Obwohl das hier ja nie als richtiger Foodblog gedacht war und auch nicht als Rezeptesammlung, wird jetzt doch einmal eine Seite mit den gesammelten Rezepten entstehen, für einen besseren Überblick.
Donnerstag, 21. Februar 2013
Etwas ramponiert
Was für eine Aufregung: Fury und Black Beauty in der Lasagne... und auch in Salami und Kebap!
Im Netz geht es heiß her, überall kann man (wenn man das will) nachlesen, wer was zu dem Thema zu sagen hat. Wer da wohl die Schuld trägt? Vom Konsument selbst bis zum Produzent bis zum Konsumentenschützer kommen alle dran. Aber keine Angst, ausnahmsweise behalten der Winzer und die Kärntnerin ihre Meinung für sich und geben nicht auch noch ihren Senf dazu.
Die haben schon wieder einmal mit wichtigeren Dingen zu tun, zumal sich in ihrer Tiefkühltruhe sicher kein Pferdchen versteckt.
Die Kärntnerin darf sich jetzt hochoffiziell Kellergassenführerin nennen und überlegt, wann die ersten Führungen starten sollen. Der Winzer freut sich, dass der Rebschnitt fast geschafft ist, und ist dabei, eine große Party zu planen.
Und der Johnny, der ist ganz groggy. Er hat sich wohl mit einem anderen Kater angelegt und ist humpelnd und wehklagend nach Hause gekommen. Vor lauter au und weh hat er den Winzer und die Kärntnerin nach ihrer Heimkehr von der Dachgold Buchpräsentation spät abends herzerweichend angeplärrt anmiaut. Die hatten gleich Angst, dass er Bekanntschaft mit einem Auto gemacht hat. Ein Besuch bei der Frau Doktor (inklusive verhasster Autofahrt) ist ihm deshalb nicht erspart geblieben und das hat ihn erst recht nicht glücklich gemacht. Aber alles halb so schlimm. Antibiotikum und 'Bettruhe' und die Katzenwelt ist bald wieder in Ordnung.
P.S.: Empfehlenswert zum reinschaun ist DACHGOLD. Die Kärntnerin hat die Inhaberin Cornelia Daniel über das Bloggen bzw. Social Media kennengelernt und ihre Gäste bei der Buchpräsentation mit Wein versorgt.
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