Von Sonne, Wind und BUTTER und einem wunderbaren Sommerabend



Die Sonne scheint, der Sommer ist da. Ein leichter Wind macht die Temperatur gerade angenehm.
Ich geh durch meinen Garten. Einen Strohhut auf, ein Körbchen in der Hand. Vorbei an den blühenden Rosen, den ersten Zucchini und einem wundervollen Durcheinander an Gemüsepflanzen, Wildkräutern, Blumen und brummenden Insekten.
Eine Hand voll Himbeeren landet direkt vom Strauch im Bauch.


Die kleinen Hände neben mir interessieren sich mehr für die Ribisel
Ich koste. Waren die früher nicht immer saurer?  Oder macht das schöne Leben alles süßer?



Der Juni ist großzügig, er geizt nicht mit Blüten, Gemüse und Obst. Bald werden sie reif sein, die ersten Marillen. Die Karotten sind noch klein und süß, die Zucchini im Miniaturformat frisch und knackig. So mag ich sie am liebsten. Und überall blüht es jetzt.

Ringelblumen und die Blüten des Muskatellersalbei landen im Körbchen. Die kommen in die Butter. In die Blütenbutter. Und die auf's Brot. Wenn wieder einmal mehr Zeit ist, dann back ich wieder selbst gutes, duftendes Brot für so eine Butter. Mmmmmhhhhh Butterbrot.


Vielleicht noch ein paar Paradeiser oben drauf. Zum Abendessen. Und eine Kräuterbutter dazu. Man kann gar nicht genug Butter essen. Gut, dass die Zeiten der 'gesunden' Margarine vorbei sind und wieder mehr Butter in die Küche einzieht.


Etwas Kapuzinerkresse aufs Butterbrot, oder viel Schnittlauch oben drauf. Oder eben Blütenbutter, die schaut auch noch sowas von schön aus, auch auf so einer klitzekleinen Weinviertler Brettljause drauf.


Ein Glasl Wein dazu. Und dann Freunde zum Essen da haben, im Weingarten sitzen. Lauer Sommerabend, noch bevor es ganz dunkel wird zeigt sich der Vollmond. So kann das Leben bleiben.



Also dann, ich bin wieder im Garten und träume weiter, von lauen Sommernächten und so...



Auf Schritt und Tritt

Keine Entschuldigungen heute. Ich war lange nicht da. Warum? Ist eben so. Aber ich bin wieder hier und es gibt ein paar Fotos und ein bissl Geschreibsl dazu. Also für die, die es noch interessiert. Aber wie ich gehört habe, schau'n doch noch so einige hin und wieder vorbei, ob sich hier was tut, auf meiner kleinen Bloggerei.


Wo ist die Zeit nur hin, bald schon 2 Jahre begleitet uns das Winzerkind auf Schritt und Tritt. Geerbte Leidenschaften: Traktoren vom Papa und das Garteln und die Bücher von der Mama. Sturkopf von der Mama, oder vielleicht vom Papa, schwer zu sagen. Wirbelwind, Grinsekatze, Klettermaxi, Tierfreundin. Manche behaupten ein 'verpatzter Bub', aber die haben das Kind noch nie beim Haarspangerl aussuchen gesehen, oder mit ihrer Handtasche am Arm. Die Handtasche, die auch mit muss, wenn es in rosa Gummistiefeln in Papas Keller geht.

2 Jahre. Ein Wahnsinn.


Viel hat sich auch sonst getan in diesen 2 Jahren. In der Kellergasse zum Beispiel und in unserem Weinkeller. Wenn alles nach Plan verläuft (ich bemüh mich, aber ihr wisst ja wie das immer ist, mit diesen Plänen), dann gibt es bald eine Zusammenfassung davon, was sich so verändert hat. 

Bis dahin gibt es ein paar Bilder aus unserem Sommerwohnzimmer.



Nach Weingartenarbeit, Kellergassenführungen oder Büroarbeit wartet es noch auf uns. Langsam ist es entstanden im Innenhof. Viel betoniert, sehr praktisch, dafür wenig grün und wenig schön. Ein alter Tisch und 4 alte Stühle und Oleander, so ging es los.



Die Oleander durften natürlich bleiben. Aber es blüht und duftet jetzt einiges mehr. Viel grün, nicht mehr so praktisch, weil arbeitsintensiver. Dafür aber schön, immer schöner.



Das sommerliche Wetter der letzten Zeit haben wir jedenfalls genutzt und auch ein bissl genossen, das Leben und die lauen Abende.


So und zum Schluss: das ist die Aussicht, die ich momentan genieße. Diese schon recht stattliche Kugel versperrt mir gerade die Sicht auf meine Füße. Muss ich mehr sagen?

from where I stand...
Sehr bald gehen auf Schritt und Tritt noch ein extra Paar kleine Füße mit... und wirbeln das so schon nie ruhige Leben wahrscheinlich wieder gehörig durcheinander. Oder so.

Apfelbrot - wir retten, was zu retten ist

Es ist wieder Rettungstag. Süß ist dran. Kekse, Weihnachtsgebäck, Traditionelles, Selbstgemachtes, Weihnachtliches aus der eigenen Küche. Leider halt süß und wie schon das eine oder andere Mal am Rande erwähnt, das ist nicht so meine Stärke.
Aber Hilfe naht und die liebe Sina stellt mir ein tolles Rezept zur Verfügung. Also mach ich einfach die Bühne frei und los geht's. Und vielleicht, vielleicht schaff ich es doch noch, es vor Weihnachten nachzubacken, es klingt nämlich soooooo gut.

Weihnachtliches Apfelbrot nach Sina

 



 
Zutaten für eine Kastenform:

180 g vermahlenes Roggenvollkornmehl
1 Packerl  Alnatura Weinsteinbackpulver
130 g Rohrohrzucker
1 Esslöffel Vanillezucker, selbstgemacht
500 g in der Schale geriebener Apfel (nach dem Reiben gewogen)
80 g ungeschälte Mandeln, sehr grob gehackt (ich hab sie einfach gedrittelt)
50 g Datteln,  klein geschnitten (wer Rosinen mag, kann die anstelle der Datteln verwenden)
4 cl. Rum
1 kleine Prise Zimt

Alle Zutaten zu einem Teig verrühren und in eine mit Sonnenblumenöl bepinselte Form geben.
Im Backofen, nicht vorgeheizt, Ober-Unterhitze bei  175° eine Stunde backen, danach noch 20 Minuten bei  180°
Die Backzeiten können je nach Backofen variieren, bei der Stäbchenprobe sollte kein Teig mehr anhaften.

Auskühlen lassen und verkosten, hält aber auch gut verpackt längere Zeit frisch, der Apfel verhindert das Austrocknen des Brotes.
Ich muss aber gestehen, ich habs noch im warmen Zustand angeschnitten und das halbe Brot aufgegessen, hatte aber kein Mittagessen an dem Tag.

Viel Spaß beim Nachbacken!

Braver Winzer, gut gemacht

So, das ist sie!


Schon einmal hat mein Winzer aus 3 Fassdauben eine Lampe für die Kellergasse gebastelt, dann noch Weinflaschenständer und einen dekorativen Kerzenständer. Schon länger ist die Idee für eine Fassdaubenlampe mit Hängeleuchten für unser Esszimmer entstanden. Bis die richtigen Leuchtmittel gefunden waren hat es gedauert, bis dann Zeit geblieben ist, sich diesem Projekt zu widmen, dann noch ein bisschen. Aber jetzt ist sie fertig. Unsere neue, alte Schönheit!


Ich muss ja zugeben, ich war mir nicht sicher, ob das einmal was wird. Und ob es uns dann auch wirklich so gut gefällt, dass wir es auch aufhängen möchten. Aber mein Winzer hat sich anständig ins Zeug gelegt, ganz alleine die Lampen ausgesucht, die zerlegt und in die Fassdaube eingebaut. Die alte Lampe abgebaut und die neue angeschlossen. 

In kurzer Zeit war dann alles fertig. Und SCHÖN!



Passt perfekt hinein, super zum Esstisch und den anderen Möbeln. Schön hell ist sie und hängt direkt über dem Esstisch. Wie ihr euch vorstellen könnt, war das bei der alten Lampe nicht so, sonst hätte ich das jetzt wohl nicht extra erwähnt, oder?

Richtig gemütlich speist es sich jetzt, in der dunklen Jahreszeit mit dem neuen Licht.




Ich bin mächtig stolz auf den Winzer, dass er das so super hinbekommen hat! Und freu mich über unser Designer-Einzelstück ;)

Save the Grammelknödel, oder die gepunkteten Knödel

Wenn es etwas zu retten gibt, dann bin ich dabei. Nach dem Liptauer sind jetzt Knödel dran.Warum bei mir die Knödel leicht grün gepunktet sind, das erkläre ich weiter unten im Text. Also dann:

Klöße bzw. Knödel sind aus Teig hergestellte Speisen in meist kugeliger Form, die als Hauptspeise, als Beilage oder als Suppeneinlage konsumiert werden Quelle: Wikipedia



Ich liebe Knödel. Die Topfenknödel von meiner Mama schon als Kind. Die Bröselknödaln in der Ganslsuppe. Flaumige Semmelknödel und die da: GRAMMELKNÖDEL. Weil sie so schön flaumig sind und so g'schmackig und ach, weil sie eben einfach gut sind.

Nun tun sich wieder einmal Food Blogerinnen zusammen und retten, was eben zu retten ist. Ich lass mich dazu herab und mach mit. Ähem, also natürlich nicht. Streicht den letzten Satz, reines Wunschdenken, zu später Stunde überschätze ich mich und meinen Blog eben gerne einmal für einen Moment. 
Also, noch einmal. Ich fühle mich geehrt, mitmachen zu dürfen. Der Kreis ist nämlich klein und ausgesucht. 

Und hier sind die, die mitmachen und zur Ehrenrettung der Knödel einspringen:

Topfenknödel mit Apfelkompott zaubert die Gifitige Blonde
Wolpertinger Knödel erklärt Magentratzerl
Geröstete Knödel  gibt's bei der Turbohausfrau
Bröselknödel findet ihr bei Irene
Rote Beete Knödel schaffen Chaos in der kleine Küche
Knödel kann jeder Dodel meint Zorra
Apfelmohnknödel speist man unterm Fliederbaum
Leckermachtlaune experimentiert mit Grieß
Kartoffelklöße oder doch Edäpfelknödel? Barbara lässt es euch wissen
und Yushka's Marzipanknödel findet ihr hier
Ninive loves Serviettenknödel

Beitrag noch nicht gefunden? Alle Beitrage erscheinen im Laufe des Samstags



 jetzt aber meine:

Grammelknödel



200g Grammeln
2EL Petersilie, gehackt
1TL getrockneter Majoran
1 Zwiebel, klein gehackt und in Butter angeschwitzt
2 Zehen Knoblauch
Salz und Pfeffer

1/2kg Erdäpfel, mehlig kochend
100g Mehl, griffig
2 Eidotter
2EL weiche Butter
Salz


Für die Fülle die Grammeln klein hacken und mit den restlichen Zutaten vermischen, mit Pfeffer und Salz abschemecken. Kleine Kugerln formen und kalt stellen.
Gekochte Erdäpfel durch die Erdäpfelpresse drücken und mit Mehl, Eidotter und Butter zu einem Teig verarbeiten. Gut salzen. Für eine Viertelstunde im Kühlschrank rasten lassen.

Teig zu einer Rolle formen und in so viele Teile schneiden, wie Füllungen da sind (bei mir 8). Teigstücke zu einer Kugel formen und flach drücken, je ein Grammelkugerl damit gut umhüllen. In leicht kochendem Salzwasser, oder im Dampfgareinsatz (Dampfgarer wenn man einen hat) garen. Zehn Minuten hat das bei mir gedauert.  

Wer mag, kann die Knöderln auch noch in Butterbrösel wälzen.

Dazu gibt es selbstgemachtes rotes Sauerkraut (kommt im nächsten, oder spätestens übernächsten Bericht, versprochen). Es passt aber auch sehr gut ein Krautsalat.




So, ich kann nur sagen. So ein Grammelknödel mit rotem Sauerkraut ist ein Gedicht. Ich schmöker jetzt jedenfalls noch etwas in den Kochbüchern meiner Großmutter und denk an Knödel.

Bleibt nur noch die Frage zu klären, warum die Knödel jetzt denn grün gepunktet sein müssen?
Müssen sie nicht. Sollen sie sogar nicht. Nicht laut Rezept. Eigentlich gehört die Petersilie ausschließlich in die Fülle. Aber 2 Töpfe nebeneinander und Multi-Tasking (schneiden, reden, Handy...) und schon landet das Kräutl im Erdäpfelteig anstatt in der Fülle. Alles konnte nicht wieder rausgefischt werden. Erklärung Ende.

ausgesuchter Knödel mit wenig Punkten


Graues Wetter, happy Cracker

Wieder mal schnell vorweg: 
Ja, klingt gesund, ist gesund, aber schmeckt NICHT gesund!

Nicht, dass dieser Herbst besonders schön gewesen wäre, auch nicht sehr warm, also im Vergleich zu anderen Jahren. Aber wenn es dann plötzlich wirklich kalt wird, dann trauert man ihm doch nach, diesem 'halben' Herbst. 

Bei schlechtem Wetter bäckt es sich gut



Winefood: Thymian-Knoblauch-Sumach-Cracker zum Wein

Ein Sturm zieht auf und von einem Tag auf den anderen ist man dem Winter schon näher, als man ihm Ende Oktober sein möchte. Also drinnen gemütlich machen und den Ofen einheizen und etwas Neues probieren. Und von weiß auf rot umsteigen, zumindest an so einem Tag, an dem es draußen gar nicht hell werden will.

Der Walnußbaum stemmt sich gegen den Stum

Backen ist einfach. Für andere. Backen macht Spaß. Anderen. Mir nicht. Ich dachte, es wäre etwas anderes, wenn ich etwas backe, das nicht süß ist. Ändert aber nichts. Ich koche leidenschaftlich gern. Ich probier gerne was aus. Aber backen? Gebäck und ich scheinen einfach keine Freunde zu werden.
Schon mehrere, vermeintlich ganz tolle Rezepte für Weingebäck habe ich probiert. Immer auf der Suche nach der ultimativen Weinbegleitung.

Ist es mir nicht verbrannt (und das kommt öfter vor, als mir lieb ist), dann ist es entweder nicht knusprig, schmeckt fad oder ist so hart, dass man sich die Zähne ausbeißt. Es will einfach nicht sein.

Aber aufgeben ist nicht. Und so geht's frisch und fröhlich an ein neues Projekt. Mehlfrei diesmal, vollgepackt mit gesunden Zutaten, die aber nicht gesund schmecken. So der Plan. Vielleicht wird das ja was. Und gesund klingt immer gut. Happy Cracker nennen sie sich, das ist doch vielversprechend. Kann eigentlich nix schiefgehen, oder?

Gute Zutaten

Happy Wine Cracker


Rezept Quelle: My new roots
300g brauner Reis, gekocht
300g Quinoa, gekocht
100g Leinsamen
60g Sesam
2TL Sojasauce
1TL Salz
2EL Olivenöl


Den Sesam in einer Pfanne rösten, Leinsamen mit Wasser bedecken und mindestens 20 Minuten quellen lassen. Danach alle Zutaten außer dem Sesam in einer Küchenmaschine zu einem Teig verarbeiten. Sesam ganz zum Schluss dazugeben. Eventuell etwas Wasser zugeben, falls der Teig zu trocken ist und sich nicht zu einem Ball formt.

Soweit das Originalrezept. Bei mir war natürlich alles nicht ganz so einfach. Meine Küchenmaschine hat sich mit dem extrem klebrigen Teig sehr schwer getan, alles hat sich in Sekunden wie Zement an der Seite festgeklebt. In sehr kleinen Portionen, mit vorher eingeöltem Aufsatz, ging es halbwegs. War aber eine MEGA Patzerei und Aufwand. 
Einfacher geht es so: Leinsamen in trockenem Zustand in der Küchenmaschine vermalen. Mit Wasser bedecken und quellen lassen. Reis und Quinoa (bei einer nicht so großen Küchenmaschine in 2 Portionen teilen, meine hat eine 'normale' Größe, es geht sich aber nur auf 2mal gut aus) mit den restlichen Zutaten zerkleinern, bis es eine einheitliche Masse ist, dann erst die Leinsamen dazu geben. 
Und so funktioniert das auch. Sogar bei mir!
Den Teig eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen, dann lässt er sich leichter verarbeiten.

Teig in 3-4 Portionen teilen und weiterverarbeiten. Wer die Cracker erst einmal testen will, der sollte einmal mit der halben Menge starten. Die ganze reicht bei mir für 4 Backbleche. Nun den Teig mit Geschmack nach Wahl versehen. Erlaubt ist, was gefällt. Kräuter, Oliven, Mohn, Gewürze, Knoblauch...

Im Winzerhaus sind entstanden: 

*Thymian, Knoblauch und Sumach
*Oliven und Rosmarin
*Chili und Mohn

In Planung: Kürbiskerne mit noch-keine-Ahnung-was und Sonnenblumenkerne mit das-überleg-ich-mir-noch.
Vorschläge werden gerne entgegen genommen...

Den Teig zwischen zwei Blatt Backpapier sehr dünn ausrollen, das obere Backpapier entfernen und mit einem Messer oder Rollschneider die Cracker schon vorschneiden. Bei 175°C ungefähr eine halbe Stunde backen. Achtung beobachten! Eventuell nach 25-30 Minuten die äußeren, schon knusprigen Cracker vorsichtig wegbrechen und die inneren, noch weichen noch weiter 10 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen, vom Backblech nehmen und brechen, ganz abkühlen und schmecken lassen. Flasche Wein dazu öffen.

Schönes Wochenende. Prost und Happy baking.


Dunkle Wolken über der Kellergasse

Nein, ich esse meine Hirse nicht - Knusprige Hirselaibchen

 Vorweg: Die sind richtig gut. Wirklich! Aber jetzt zur Geschichte von der Hirse...

Ich geb es zu. Ich bin eines von diesen 'gesunden' Muttertieren. Ich bin überzeugt davon, dass Gesundheit und gute Ernährung zusammengehören. Und ich möchte, dass mein Winzerkind gesund isst. Gemüse (naja) und Obst (mmmhhhh) und gesunde Fette. Fisch und auch Fleisch, aber nicht zu jeder Gelegenheit (schwer seufz, sie liebt Fleisch). Und dann soll es wenig Zucker sein und keine ungesunden Konservierungs-, Farb-, und sonstige Zusatzstoffe. Und nicht nur leere Kalorien in Form von 'kleinkindgerechten' Snacks. 

Ich habe mich schlau gemacht und das eine oder andere (oder so..) Buch gelesen. Studien gewälzt und mich durch Blogs und Internettipps geklickt. Ich hatte einen Plan. Ein Arsenal an Rezepten. Und ich war nicht bereit mir dazwischenreden zu lassen. Von niemandem. 

Und dann das: Das Winzerkind mag keine Hirse

Na und? Damit befindet es sich ganz sicher in guter Gesellschaft, denkt ihr, oder? Vermutlich gibt es mehr Kinder die Hirse nicht mögen, als solche die sie mögen. 

Doch wie gesagt. Ich hatte einen Plan und Hirse gehörte eben dazu. Soll doch soooo gesund sein. Das Winzerkind dachte anders. Schon sehr bald nach den ersten Mahlzeiten war klar. Unser Kind isst ALLES. Jegliches Gemüse, Fisch und Fleisch, auch Avocado, Obst, Reis, Erdäpfel egal was auf dem Speiseplan stand. Ungesalzen. Zu meinem Entsetzen meiner Freude auch Hipp Gläser, die irgendwie alle nach püriertem Pappkarton schmecken. Alles, außer HIRSE. Egal mit welchem Gemüse, nicht einmal mit Fleisch (obwohl ja als Fleischersatz gedacht). Trotz Einwand des Winzers, dass sein Kind eben weiß, was es nicht will und ergo das nicht gut für es sein kann, habe ich alles probiert. In Suppe gekocht, mit Kräutern verfeinert, süß mit Milch und Früchten. Ergebnis stets das Gleiche: Verweigerung. 

Nun gut, das muss man akzeptieren, oder? NEIN! Ich war noch nicht bereit aufzugeben.

 Wenn's der Mama schmeckt...
Jetzt ist die Sache aber so: Ich selbst esse sie nicht, die Hirse. Gut riechen tut sie, aber schmecken? Gesund soll sie sein, aber ehrlich, gut ist sie nicht. Und was die Mama nicht isst, dass soll jetzt das arme Winzerkind essen?
Das Eingeständnis, dass man von seinem Kind nicht erwarten kann, dass es etwas mag, was man selbst verweigert, war dann auch des Rätsels unerwartete Lösung. 
Kaum war ein Hirse-Rezept gefunden, das MIR schmeckt, ist es auch genau das Richtige für den kleinen Geschmack. Und die kleinen Laibchen passen auch noch perfekt in kleine Hände. Unglaublich aber wahr, das Winzerkind würde die ungeliebte Hirse in dieser Form sogar JEDEN Tag essen.

Knusprige Gemüse-Hirse-Laibchen

 

120g Hirse
20g Gemüse, geraspelt zB Fenchel und Sellerie, oder Zucchini und Broccoli (Bild)
  Gemüse mit viel Wasser (wie zB Zucchini) vorher gut ausdrücken
2EL Mehl, oder Kokosmehl
1Ei
gehackte Minze
etwas Salz oder auch etwas mehr

Polentagrieß oder Semmelbrösel
Kokosöl oder Olivenöl, oder anderes Fett/Öl zum braten
Hirse weich kochen und abkühlen lassen, mit den restlichen Zutaten vermengen, im Polentagrieß wälzen und goldbraun braten. 

Tipp: Am besten sind sie handwarm, nicht mit Messer und Gabel aufhalten ;)
Gut gedippt: in Kräuter-Sauerrahm oder Tahini-Joghurt.

Guten Appetit!

Es wird persönlich

Manchmal da muss etwas passieren und jetzt, jetzt ist die Zeit dafür gekommen. Es ist Zeit die Perspektiven zu wechseln. Ab jetzt wird's persönlich. Also, die Geschichten über den Winzer und die Kärntnerin nehmen ein Ende.

Mein Weinviertel - Sonnenuntergang über den Weingärten
Diesen Blog, den gibt es jetzt schon eine Zeit lang und der Kärntnerin hat es immer Spaß gemacht sozusagen von außen über sich selbst und den Winzer zu schreiben. Und sich gefreut, dass ihre Geschichten aus dem Winzerleben ihre Leser erfreut und belustigt haben. Doch jetzt ist es eben Zeit für eine Veränderung. Also soviel wird sich jetzt nicht ändern. Der Name bleibt auf alle Fälle und auch die Geschichten, die Rezepte und die Einblicke ins Weinviertel.
Nur: Aber ab jetzt heißt es ICH und MEIN. Die Kärntnerin tritt einen Schritt in den Vordergrund, oder auch nicht. Zumindest Perspektivenwechsel. Erste Person, oder so... Ihr versteht schon.

Mein Weinherbst
Also.
Hier bin ich. Die Kärntnerin im Weinviertel. Die mit dem Winzer. Die, die das Weinviertel liebt und die Kellergassen, die Weingärten und die sanften Hügel, ihren Garten und ihre Familie. Gutes Essen und guten Wein. Und sonst auch noch so einiges, aber das behalte ich mir für ein anderes Mal auf.

Meine Kellergasse - Keller im Abendlicht
Vorerst gibt es nur noch ein paar Bilder von einer abendlichen Kellergassenrunde. Und dann verabschiede ich mich für heute schon wieder, in die Herbstnebel des Weinviertels...

Kurz, ganz kurz

Heute fast ohne Worte. Das Wichtigste nur als Stichwortliste. Schöne Bilder. Klitzekleiner Urlaub.

Tapetenwechsel
24h im Salzkammergut
Familienfeier
Juniorsuite mit Seeblick
Mmmmhhhh Steaks vom Haubenkoch
und Mondseefisch
Sehr schöne Weinkarte
Steine und Wasser - glückliches Kind





#Mondsee #Salzkammergut #SeehotelLackner #HaubenkochMartinLackner #DryAgedBeef

TYB - Auf den Spuren der Kellerkatze

Themenweg? - Ein lohnendes Ausflugsziel!




Ganz ehrlich? Die Kärntnerin hat sich jetzt eigentlich nicht so viel erwartet. Also schon natürlich, dass es nett wird und viel Neues zu sehen gibt, aber irgendwie hat sie sich nicht viel drunter vorstellen können, unter dem Kellerkatzenweg


In der Sitzendorfer Kellergasse in Hollabrunn war sie noch nie, Themenwege schießen allerorts aus dem Boden und bieten natürlich schon immer einiges. Aber skeptisch ist die Kärntnerin ja immer und war dann wirklich begeistert, was hier am Kellerkatzenweg so geboten wird. Das ist wirklich einen Besuch wert.


Sehen und erleben. Geschichte und Moderne. Essen und Trinken. Für Erwachsene, wie für Kinder. Kellergasse, in Presshäuser und Keller hinein schaun, ausprobieren und selbst mit dabei sein. Filme und Bilder, Rastplatz, Naschgarten, Weinprobe und Kinderspielplatz inklusive. Ein kostenloser (!!!) Spaß für alt und jung.

unter der Silberlinde - die Kellerkatze darf gestreichelt werden

Die Kellergasse ist sehr vielseitig. Eine Kellergasse im städtischen Umfeld, in der die Zeit nicht stehen geblieben ist. Altes steht direkt neben Neuem, Keller neben Gärten, kleine Wohnhäuser zwischen den Presshäusern. Aber auch kleine Bausünden fallen gar nicht so auf, integrieren sich einfach gut in diese abwechslungsreiche Kellergasse. Zu entdecken gibt es hier überall etwas. Zischendurch romantisch dann wieder einfach nur liebenswert.

Film ab: wie hat das funktioniert, das Weinmachen mit der alten Baumpresse?

Eine Chipkarte, die beim Check-In für eine Leihgebühr abgeholt werden kann, ermöglicht mehrmals Eintritt und Einblick in Presshäuser und Keller. Dort kann man einiges lernen, die Weinwelt erschnüffeln oder sich die Kellergasse aus der Sicht von Karla der Kellerkatze ansehen.


Für jung und alt ist etwas dabei, bei dieser Tour. Die sympathische Reblaus hier beherbergt Kletterturm und Rutsche.

Ein Picknickkorb kann direkt beim Check-In gebucht werden und wartet dann am Ende der Kellergassenrunde auf die hungrigen Entdecker. Und wenn die Jause etwas länger dauert als geplant, dann geizt die Kellergasse auch im Dunklen nicht mit ihren Reizen.



Fazit: Alles in Allem absolut einen Ausflug wert. Schönes zum Weinbau und der Geschichte der Kellergasse, spannend und vielfältig aufbereitet. Für Erwachsene, wie für Kinder. Es gibt viel zu entdecken, Spielmöglichkeiten, Naschgarten und eine Weinkostprobe. Mit Option auf (sehr gute) Kellergassenjause.
~*~
Friederike war auch unterwegs und ganz in der Nähe vom Winzer und der Kärntnerin an der Thaya. Auf ihrem Blog 'Fliederbaum' ist das nachzulesen. Danke!


Travel Your Backyard - Wieso weit reisen, wenn das Gute liegt so nach?
Der Winzer und die Kärntnerin bereisen ihren eigenen 'Hinterhof', das Weinviertel.
Und wer macht mit?


Home is where you heart is

Wo ist dein Herz zu hause?

Wo fühlst du dich wohl? Wo befindet sich dein Lieblingsplatz?


Im Fall der Kärntnerin ist das (mittlerweile ja kein Geheimnis mehr) in der Kellergasse. Um genau zu sein in ihrem Keller, drinnen im, am Bankal vor und im Liegestuhl hinter ihrem Presshaus. Dort wo ihr Glas Wein steht, da fühlt sie sich wohl.


Und der Winzer? Der ist momentan mehr im Weinkeller zu hause, als sonst irgendwo. Die Weinlese ist voll im Gange, im Keller gärt es schon. Die Weinpresse läuft. Es duftet nach Trauben.

Obwohl der Winzer jetzt oft bis spät in die Nacht beschäftigt ist, haben er und die Kärntnerin am Wochenende die Zeit gefunden, sich zwei Glas'aln Wein einzuschenken und sich an ihrem Lieblingsplatz nieder zu lassen. Der Winzer noch ganz im Arbeitsgewand, aber wen stört das schon? Die Sonne hat die beiden noch eine Zeit lang verwöhnt.


 

Und was passt am besten zum Wein? So eine Kleinigkeit für's Bauchal. Etwas zum in die Hand nehmen am besten, im Liegestuhl isst es sich so schlecht mit Messer und Gabel.





 Weinviertler 'Pizza' vom Blech - 

3 mal Käse mit Miniparadeisern und Rosmarin 


Pizzateig nach Jamie Oliver:

800g Weizenmehl
200g Hartweizengrieß
2 Packerln Trockengerm (Hefe)
650ml lauwarmes Wasser
1 EL brauner Zucker
1 gestrichener EL Salz

Germ und Zucker im Wasser auflösen, Mehl, Grieß und Salz vermischen, alles zu einem Teig verkneten und weitere 10 min kneten. Eine viertel Stunde gehen lassen, dann in 4 Portionen teilen und noch einmal eine viertel Stunde gehen lassen. Jede der 4 Kugeln reicht für ein Blech (für 2 Personen).
Den Teig ausrollen mit Olivenöl bestreichen, Paradeiser und Rosmarin auflegen und (recht viel) Käse nach Geschmack darüber verteilen. Auf die Pizza gewandert sind hier Fontina, Ziegenfrischkäse und Parmesan.

Bei 250 Grad Celsius 10min im Ofen backen.

Zu einem Glas Wein schmecken lassen!




http://www.weinbaumayer.at/